Standort Deutschland

Wenn Ströbele im persönlichen Gespräch, wie heute geschehen, die rhetorische Frage stellt, ob es uns denn lieber wäre, die Schlagstöcke der Basij kämen fortan aus China, dann – spätestens dann – sollte man sich von allen Illusionen über grüne Menschenrechtspolitik verabschieden. Und wenn dieser Bundestagsabgeordnete der Anti-Atom-Partei, angesprochen auf das iranische Streben nach der Bombe, schließlich noch erwidert, die USA hätten doch auch Atomwaffen, dann versteht man langsam das ganze Ausmaß des antiwestlichen Wahns, der eben keineswegs nur die Bärtigen aus Teheran umtreibt. Es braucht jedenfalls kaum bösen Willen, um aus solchen Worten eine klammheimliche Genugtuung über das iranische Atomprogramm herauszuhören.

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Das Schweigen brechen V

Gestern meldete sich Attac zu Wort, weil man vom Spiegel kritisiert worden war. Man könne, so die Erklärung für’s eigene Schweigen, schließlich nicht zu allem Stellung nehmen. Das kam von einer Organisation, deren PR-Dame, Frauke Distelrath, im Durchschnitt drei mails pro Tag über ihre Listen verschickt.

Heute kam ua. diese: Pressemitteilung – “Attac Deutschland, Frankfurt am Main, 30. Juni 2009, Senkung der Krankenkassenbeiträge entlastet einseitig Arbeitgeber

Klar zu solch weltbewegenden Themen kann man natürlich nicht schweigen, während im Iran sich die Knäste füllen.

Einmischer des Tages

Sie müssen diesen Mann loswerden.

Frankreichs Präsident Nicols Sarkozy fordert den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei einem Treffen auf, sich seines Außenminister Avigdor Lieberman zu entledigen. Wo bleiben die Kommentatoren, die sich über eine solche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates empören? Sind Aussagen von Sarkozy bekannt, in denen er die Menschen im Iran auffordert, Khamenei, Ahmadinedschad und das ganze Mullah-Pack loszuwerden? Oder vergleichbare Aussagen gegenüber den Libyern, deren Staatschef sich Sarkozy bekanntermaßen ja gerne hofiert?

hat tip: P. David Hornik – Sarkozy to Netanyahu – Fire Your Foreign Minister

Crossposted auf Zeitung für Schland

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Cyberwar for Dummies Update: Nedasites

Für alle die Probleme mit Slowloris haben: Diese Site geht seit heute auf twitter rum. Die beiden Macher sind Exiliraner und Softwareexperten. Ihr einfach zu bedienendes Programm (Achtung: Aktuelle Java-Version muss sein!) führt gewöhnliche DDoS auf eine ganze Liste von Mullahsites aus.  Die beiden argumentieren, dass nur die mittlerweile berüchigte Denunziantenseite gerdab.ir, die sie natürlich auch aufs Korn nehmen, physisch in Iran ist und ihr Bombardement daher keine größeren Schäden im iranischen Netz anrichtet.

crossposted auf fdog

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Schönheit der Macht (außer der Reihe)

Muammar al-Gaddafi (patentierter “Great Leader”)

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Diplomats expressed surprise at Ahmadinejad’s visit [beim Treffen der African Union], indicating Kadhafi had extended the invitation without consulting the bloc’s 53 members. “It’s a little strange to invite him, unless you consider who made the invitation,” one west African diplomat said.

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Was passiert mit den Gefangenen?

Auf Ali Schirasis Blog findet sich ein lesenswerter Artikel über die Verhaftungen von Demonstranten sowie die Haftbedingungen im Iran. Bevor Sie weiterlesen, bitte immer daran denken: bloß nicht in “innere Angelegenheiten” einmischen. Und sich auf keinen Fall mit der iranischen Opposition solidarisch zeigen, das nützt nur dem Regime!

Laut einer Meldung der studentischen Nachrichtenagentur Amir-Kabir wurden einige der Studenten, die am 14./15. Juni 2009 beim nächtlichen Angriff auf die Studentenwohnheime verhaftet wurden, zwischenzeitlich freigelassen. Sie berichten, wie es ihnen in Haft ergangen ist. Blutend und verletzt, wie sie waren, wurden sie in Lieferwagen eingesperrt, gedemütigt und während der Fahrt mit Knüppeln geschlagen. Manche von ihnen wurden noch in der selben Nacht ins vierte Kellergeschoss des iranischen Innenministeriums gebracht. Den Rest des Beitrags lesen »

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Pasdar State

Und noch ein Hinweis, diesmal auf zwei Beiträge des Weblogs Revolution in Iran, die sich mit dem Machtkampf innerhalb des Regimes beschäftigen: Pasdar State und The case against Moussavi. (Herzlichen Dank an Esther für die Hinweise!)

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