Einmischer des Tages

Sie müssen diesen Mann loswerden.

Frankreichs Präsident Nicols Sarkozy fordert den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei einem Treffen auf, sich seines Außenminister Avigdor Lieberman zu entledigen. Wo bleiben die Kommentatoren, die sich über eine solche Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates empören? Sind Aussagen von Sarkozy bekannt, in denen er die Menschen im Iran auffordert, Khamenei, Ahmadinedschad und das ganze Mullah-Pack loszuwerden? Oder vergleichbare Aussagen gegenüber den Libyern, deren Staatschef sich Sarkozy bekanntermaßen ja gerne hofiert?

hat tip: P. David Hornik – Sarkozy to Netanyahu – Fire Your Foreign Minister

Crossposted auf Zeitung für Schland

4 Antworten zu „Einmischer des Tages“

  1. Worte der Woche (27) « Zeitung für Schland Sagt:

    [...] auf FREE IRAN NOW! Beschlagwortet mit:Israel 1 Kommentar « Die Mär von der [...]

  2. Carl Lee Sagt:

    Der Präsident ist bekannt für seine wie auch immer gearteten Äußerungen. Weniger bekannt ist, was Mr. Moe meint. Wenn er meint, er hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen, soll er es sagen. Wenn er meint, er persönlich hätte den Mut einem Militärstaat unbewaffnet zu trotzen, soll er es sagen. Was wir sehen, ist ein Volk, das nicht belogen werden will. Mr. Moe, dein Volk sollte sich mal an die eigene Nase fassen.

  3. philipp Sagt:

    Der Vergleich mit Iran oder Libyen hinkt etwas, oder? Zudem ist gegen die berüchtigte “Einmischung in innere Angelegenheiten” überhaupt nichts einzuwenden, das ist doch nur eine diplomatische Floskel, mit der Regierungen andere davon abhalten wollen, sie zu kritisieren – siehe Iran, Venezuela etc.

  4. tw_24 Sagt:

    das ist doch nur eine diplomatische Floskel, mit der Regierungen andere davon abhalten wollen, sie zu kritisieren

    Geht es um die Islamische Republik wird diese Formel aber nicht nur vom Regime in Teheran vorgetragen, sondern gerade und auch von der US- und den europäischen Regierungen, um sich vor klaren Worten zu drücken. Die “Einmischung”, erzählen sie dann beispielsweise, würde doch nur dem Regime nutzen und nicht jenen, die es überwinden wollen, weshalb Forderungen, wie sie gegenüber der demokratisch sehr wohl legitimierten israelischen Regierung ganz selbstverständlich scheinen, unterbleiben müßten. Da ist Einmischung, und das ist die Forderung, einen Minister zu feuern ganz sicher, kein Problem, dort soll sie eins sein und sogar noch ausgerechnet denen schaden, die möglicherweise nichts anderes anstreben als Menschen- und Bürgerrechte.


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