„Warum besteht Amerika darauf, das Spiel der Iraner zu spielen?“, fragte kürzlich eine Schlagzeile der „Jerusalem Post“. Den folgenden Beitrag von Matthias Küntzel untersucht den Kurswechsel im Weißen Haus und versucht, die oben gestellte Frage ansatzweise zu beantworten.
Matthias Küntzel – Obamas Dialogpolitik mit dem iranischen Regime
Bei den jüngsten Irangesprächen in Genf und Wien waren es nicht die Winkelzüge der Iraner, die Erstaunen auslösten, sondern die Politik der USA. Während früher Washington den Druck auf Iran zu erhöhen suchten und Europa auf die Bremse trat, ist es heute Obama, der auf die Bremse tritt, während Frankreich und Großbritannien auf Sanktionen pochen. Während George W. Bush den Islamismus in Iran anprangerte, schmeichelt sich sein Nachfolger mit Komplimenten und Verharmlosungen ein. Während es früher die Europäer waren, die ihre Misserfolge im „Dialog“ als Erfolge präsentierten, übernimmt heute Washington diesen Part.





