Der neue Bundesaußenminister macht sich für den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus der Bundesrepublik stark. Grundlage für seinen Vorstoß ist die „Prager Rede“ von US-Präsident Obama, in der dieser eine „atomwaffenfreie Welt“ forderte.
Obamas Rede zur nuklearen Gefahr wurde schon im April vom französischen Staatspräsidenten Sarzkozy im Kern richtig eingeschätzt: „Nichts als Rhetorik…heiße Luft. Das war keine Rede über die amerikanische Sicherheitspolitik, sondern ein Exportmodell zur Imageverbesserung“. Die meisten Vorschläge seien ohnehin schon von der Bush-Administration gemacht worden.
In der Tat sind die amerkanischen Atomwaffen wohl die mit ungefährlichsten auf diesem Planeten, von ihnen geht keinerlei Gefahr aus.
Der Fokus von Westerwelle kann nur Kopfschütteln auslösen. Er führt irrelevantes Polit-Theater auf. Die Bestrebungen sind umso abwegiger, als Deutschland in der Tat eine gewichtige Rolle bei der Bekämpfung von Proliferation spielen kann und muss.
Denn die wirklichen atomaren Gefahren gehen nicht von den USA aus, sondern in erster Linie von Nordkorea und, sobald nicht noch ein Wunder geschieht oder die Israelis uns retten, demnächst vom Iran. Gerade im Falle des Iran hat Deutschland gewichtige politische, historische und moralische Verpflichtungen. […]





