Dass die Menschen, die ihr Leben dieser Stunden einmal mehr auf iranischen Straßen für Freiheit und Demokratie riskieren, von Washington und dem zumindest in dieser Hinsicht ja ohnehin kaum erwähnenswerten Rest des Westens nicht einmal im Ansatz, ja nicht einmal mit leeren Worten unterstützt werden.
Dass westliche Kommentatoren einen Triumph im Fall der Fälle – sollten die Menschen im Iran das faschistische Regime eines hoffentlich nicht mehr allzu fernen Tages tatsächlich ohne jegliche Hilfe von außerhalb zu Fall gebracht haben – in jener Art und Weise umlügen werden, in der sie auch die bisherige Geschichte ihrer Weltanschauung entsprechend zurecht geschrieben haben.
Dass westliche Journalisten und Politiker einen etwaigen Sieg, den die Menschen im Iran nicht aufgrund, sondern trotz der Präsidentschaft Obamaa, tatsächlich erreichen könnten, der “klugen” Politik jenes Mannes zuschreiben würden, an den die Menschen im Iran in den letzten Wochen und Monaten ebenso berechtigt wie verzweifelt und folgenlos die Frage gerichtet haben, auf wessen Seite er denn eigentlich stünde.
Crossposted auf Zeitung für Schland.





27. Dezember 2009 um 14:52
[...] auf FREE IRAN NOW! Beschlagwortet mit:Appeasement, Iran, Journalismus, [...]
27. Dezember 2009 um 22:17
Also, formal verurteilt wurde das brutale Vorgehen gegen die Demonstranten schon, zumindestens von Seiten der US-Regierung: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,669170,00.html
Natürlich stellt sich die Frage, inwieweit den Worten auch Taten folgen werden, aber die Hoffnung stirbt zuletzt…