Neues von Behare Hedayat

Die Studentenaktivisten Behare Hedayat, die in einer bewegenden Ansprache zur internationalen Solidarität mit der Opposition in Iran aufgerufen hatte, wurde am 31. Dezember letzten Jahres verhaftet. Jetzt ist bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft sie in sechzehn Punkten anklagen will. Auch im Evin-Gefängnis beweist Hedayat Mut:

According to a RAHANA reporter, Hedayat has denied all the charges and is resisting the pressure to make a false televised confession. The degree of resistance shown by the rights activist has infuriated her interrogators, who continue to put pressure on her through intense interrogation sessions.

Wer hätte das gedacht?

Iran tops new terror finance blacklist
Financial Action Taskforce says Middle Eastern state is major centre of money laundering and terrorist funding as it names and shames countries
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Kein Schweigen

Immerhin brechen hier wenigstens ein paar Leute aus der Gewerkschaftsbewegung das Schweigen und setzen sich für ihre Kollegen im Iran gar mit der Forderung nach Sanktionen ein. Ein guter, ein erfreulicher Schritt:

Gewerkschaftskollegen Ossanloo freilassen, Hinrichtung von Oppositionellen stoppen!

Vernichter besucht Zerstörer

Der Vernichter (links im Bild) hat sein Volk ruiniert und seine Gegner umbringen lassen, der andere ist einsatzbereit. Ist es nicht sowieso grotesk, wenn der höchste geistliche(!) Führer gleichzeitig auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist? Stellen Sie sich vor, Margot Käßmann oder der Papst wären….na lassen wir das.

Fotobeschreibung/Quelle hier. Weitere hübsche Fotos hier.

Für den dazugehörigen Beitrag bitte diesen Link anklicken:

http://news.yahoo.com/s/ap/20100219/ap_on_re_mi_ea/ml_iran_navy_2

Khameneis Dementi

Iran leader denies nuclear weapons ambition

TEHRAN (AFP) – Iran’s supreme leader and armed forces commander-in-chief Ayatollah Ali Khamenei said on Friday the country does not believe in and is not seeking atomic weapons, state television reported.

Khamenei was commenting a day after a leaked report by the United Nations atomic watchdog expressed concern that Tehran might have been trying to develop a nuclear warhead.

„Recently some Western and US officials have been repeating some outdated and nonsensical comments that Iran is seeking to build nuclear weapons,“ Khamenei told commanders at the launch of Iran’s first domestically made naval destroyer in the Gulf.

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Das ganz spezielle Containment

Fareed Zakaria, männliches Gegenstück zu seiner ebenfalls bei CNN wurschtelnden und verfälschenden Kollegin Christiane Amanpour, lässt sich praktischerweise von seinem Brötchengeber interviewen, streut dem iranischen Regime wieder einmal Rosen und mahnt bei der US-Administration Zurückhaltung an. Dass dabei Hillary Clinton bei ihm besonders gut wegkommt, versteht sich von selbst. Hier ein Auszug:

CNN: Do you think Secretary of State Hillary Clinton has been sounding the right note?

Zakaria: Absolutely. Secretary Clinton has been sounding the right note and being tough, making the point that they’re willing to engage with the Iranians if they are serious.

New York (CNN) — A new report saying that Iran could be secretly working on a nuclear weapon is a major development, but not one that should lead the U.S. to consider a military strike against the Tehran regime, according to analyst Fareed Zakaria.

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Leere Drohungen

Hattip: M. Riexinger

Quelle: al-hayat, Libanon

„Freundliche“ Übernahme

Cartoon In Saudi Daily: Iran Wants To Take Over Iraq

Cartoonist: Adel Said

Source (via MEMRI): Al-Nadwa, Saudi Arabia, 18. February 2010

Almost Literally Irresponsible

US-General David Petraeus hat seiner Zeit mit Recht darauf verwiesen, dass es „almost literally irresponsible“ wäre, wenn die USA über die Möglichkeit eines Militärschlages gegen das iranische Atomprogramm nicht  zumindest nachdächten. Angesichts dieser in Widerspruch zur Appeasement-Politik der Obama-Regierung stehenden Worte vermag es nicht zu überraschen, dass Obamas Außenministerin Hillary Clinton der „Islamischen Republik“ in einem Interview mit Al Jazeera nun ein für alle mal einen Freifahrtsschein ausgestellt hat: Den Rest des Beitrags lesen »

Wo bleibt Baradei?

Solche Meldungen wären unter Baradei vermutlich nicht durchgegangen:

 Die Sorge, dass der Iran eine Atomwaffe entwickeln will, treibt auch die Internationale Atomenergiebehörde um. Das geht aus dem neuen Iran-Bericht der UN-Behörde hervor, der der dpa vorliegt. Der IAEA liegen Informationen vor, wonach das Land bereits an einem Atomwaffensprengkopf bauen könnte. Teheran hat in der Vergangenheit immer wieder beteuert, mit seinem Atomprogramm nur friedliche Zwecke zu verfolgen. Die USA reagierten besorgt auf den aktuellen IAEA-Bericht.

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More of the same II

Derweil trifft der große Präsident  einen weiteren seiner Genossen Sozialisten des 21. Jahrhunderts. Diesmal ist wieder Weißrundland dran (Venezuela und Syrien waren ha gerade9:

 
Teheran (IRNA) – Der iranische Präsident sagte, dass die amerikanische Macht gleich Schnee sei, der im Tauen begriffen ist.Wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch meldete, sagte Mahmud Ahmadinedschad bei einem Treffen mit dem weißrussischen Außenminister Sergej Martynow in Teheran, dass die amerikanische Politik in der Region mit großer Geschwindigkeit scheitern werde.
Er erläuterte, dass dies in dem Sinne gemeint sei, dass sich die politischen Beziehungen der Weltmacht in nächster Zukunft ändern und große Entwicklungen stattfinden werden. Der iranische Präsident bezeichnete die iranisch-weissrussischen Beziehungen als freundschaftlich und stabil und sagte dass eine steigende Zusammenarbeit und enge Beziehungen beider Länder, insbesondere in der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation in der Welt zum Vorteil beider Völker und für das Gleichgewicht in der Region seien. Er wies darauf hin, dass Iran und Weißrussland sich durch die Erhöhung ihrer bilateralen und multilateralen Zusammenarbeit auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten müssen.
Sergej Martinow bezeichnete Iran als bedeutendes und einflußreiches Land in der Region und sagte: „Weißrussland wünsche eine Ausweitung und Vertiefung der Beziehungen zur Islamischen Republik Iran.“ 

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More of the same…

Das wird jetzt aber die Führung in Teheran ganz schwer beeindrucken:

U.S. Secretary of State Hillary Clinton said her country has no plan for military action against Iran over its nuclear program. „Obviously, we don’t want Iran to become a nuclear weapons power, but we are not planning anything other than going for sanctions,“ she told Al-Arabiya television on Wednesday.

 Deshalb erklärte ein Helferling des Supreme Leaders auch gleich:

Iran’s Islamic Revolution has been a source of inspiration for the Muslim nations reviving Islamic vigilance and ushering the region into a new era of Islamism where an Islamic Middle East is being formed despite the will and efforts made by the world powers, an aide to the Supreme Leader said.

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Treueschwüre

Iran vows to stand by Hezbollah against Israel

TEHRAN, Iran – Iran’s president on Thursday said that if the Israelis launch a new war against Lebanon’s Hezbollah, the militant group should retaliate strong enough to „close their case once and for all.“

Mahmoud Ahmadinejad’s comments, in a conversation with Hezbollah’s leader, were the latest in a heated exchange of rhetoric between Israel and Lebanon and Syria this months in which all sides have been warning the other not to start a war.

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Etwas anderes fällt ihnen nicht mehr ein…

Antisemitic Cartoon In Qatari Daily: Israel’s Behind Sanctions On Iran

Cartoonist: Eley Saleba

Source (via MEMRI): Al-Watan, Qatar, 17. Februar

Asyl in Norwegen

Norway has granted political asylum to a former senior Iranian diplomat who quit last month in protest at a crackdown on anti-government demonstrators in Iran, immigration authorities in Oslo said on Thursday. 

Mohammed Reza Heydari resigned as consul of the Iranian embassy and went into hiding along with his family after a December crackdown by Tehran on protesters disputing the results of last year’s presidential election.

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American dawdling allowed the mullahs to get the bomb

Die Washington Times findet in einem Leitartikel deutliche Worte:

Iran has emerged as a nuclear state, and there is nothing the United States can do about it. [...]

Mr. Ahmadinejad appealed to President Obama to open his heart to change, essentially saying Tehran would reach out a hand if Washington would unclench its fist. However, he also underscored the growing irrelevance of the United States to influence events in the region. This is true. The limited courses of action being discussed in Washington are irrelevant. The Iranian nuclear issue will be decided by others. Tehran will pursue its revolutionary interests. Israel will act to guarantee its national survival. Other states in the region will do what they need to do as events unfold.

The United States should begin planning for the inevitable. Conflict is coming; it won’t be managed away.

Stabil in der Klemme

Oliver M. Piecha berichtet in der Jungle World über die Revolutionsfeierlichkeiten im Iran:

Dr. Mahmoud Ahmadinejad verkündete drei Tage nach den Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Revolution in einem Interview wieder einmal seine eher exzentrische Sicht auf die Situation der Islamischen Republik Iran: Heute existiere der höchste Grad an Einheit und sozialer Solidarität im Land. Angesichts der Geschichte des Irans sei das außergewöhnlich.

Außergewöhnlich erscheint zumindest diese Einschätzung, wenn man bedenkt, dass das Regime in der vorigen Woche seine staatstragenden Feierlichkeiten nur mit dem massiven Einsatz von Sicherheitskräften, dem bemühten Heranschaffen von Claqueuren und einer umfassenden Bedrohungs- und Einschüchterungskampagne im Vorfeld des Ereignisses einigermaßen über die Bühne bringen konnte.

Aber die gute Laune des iranischen Präsidenten ist trotzdem nachvollziehbar. Seine Regierung hat den Tag überlebt, allzu hochfliegende Hoffnungen auf einen schnellen Zusammenbruch des Regimes wurden bisher enttäuscht. Ahmadinejads in den vergangenen Monaten immer schwächer gewordene Position ist zumindest kurzfristig wieder etwas gestärkt – vor allem gegenüber seinen Kontrahenten im eigenen, so genannten konservativen Spektrum. [Weiterlesen...]

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Das mörderische Gesicht des Regimes

Zwei kurdische Händler wurden an der Grenze zum Irak von iranischen Sicherheitskräften erschossen.

Gestern wurde ein weiteres Todesurteil wegen Moharebeh („Kampf gegen Gott“) verhängt, diesmal gegen den 21-jährigen Amir Reza Arefi.

Ein Interview mit der Mutter von Ghader Mohammadzadeh, einem jungen kurdischen Todeskandidaten.

Wenn das der geistliche Führer wüßte

Die Islamische Republik steuere auf eine „Militärdiktatur“ zu, sagte die US-Außenministerin am Montag bei einer Diskussion mit Studenten in der katarischen Hauptstadt Doha. Denn die Revolutionswächter unterwanderten mit den von ihnen kontrollierten Unternehmen zunehmend das politische System. „Die Regierung, der geistliche Führer, der Präsident und das Parlament werden verdrängt und Iran steuert auf eine Militärdiktatur zu“, warnte Clinton.
Wie schade! Wo die Welt mit den zivilen Diktaturen nicht gewählter Regierungen, selbsternannter Präsidenten, fanatischer Führer und den Pseudoparlamenten, die die sich zu halten pflegen, doch immer so gute Erfahrungen gemacht hat.
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Neue Wunderwaffen für den Endsieg

Gemeinhin wird die Wirkungsfähigkeit iranischer Wunderwaffen ja eher belächelt, aber der neueste Streich hat es in sich:

An Iranian internet site reported Monday that a „symbolic“ competition was held on the 31st anniversary of the Islamic Revolution. Hundreds of pupils gathered in order to launch paper airplanes at Israel. [...]
Some 650 of such „missiles“ were fired at Israel shortly after Iranian President Mahmoud Ahmadinejad called upon his Syrian counterpart Bashar Assad to respond to any Israeli provocation and „to put an end to this once and for all.“

Papierflieger

(Nerven-)Zusammenbruch

Ein nervöser Ahmadinedschad droht dem Westen, falls dieser sich zu Sanktionen durchringen sollte,

„We prefer that they move in the spirit of cooperation. It won’t put us in trouble. They themselves will get into trouble.“ Ahmadinejad also seemed to threaten unspecified retaliation, saying Iran won’t act like it has in the past. „Definitely, we will show a reaction that will put them to shame, like always,“ he said.

die nervösen Saudis wollen mehr als nur Sanktionen,

„Sanctions are a long-term solution,“ the Saudi minister said. „But we see the issue in the shorter term because we are closer to the threat,“ referring to Iran. „We need immediate resolution rather than gradual resolution.“

und die iranische Stromindustrie steht kurz vor dem Zusammenbruch, weil die Regierung ihre Schulden in der Höhe von fünf Milliarden Dollar nicht bezahlt.

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Verschollen, verhaftet und eingekerkert

Zwei Anfang Januar „verschwundene“ Studentenaktivisten, Alireza Firoozi und Sourena Hashemi, sind wieder aufgetaucht – im Evin-Gefängnis, wo sie seit ihrer Festnahme einsitzen. Bisher hatten die Behörden den Familien gegenüber geleugnet, dass sich die beiden jungen Männer in der Gewalt der Staatsmacht befinden.

Ob Kurden oder Künstler, die Verhaftungen gehen weiter. Und die Zustände in den iranischen Gefängnissen sind erschreckend: Den Rest des Beitrags lesen »

Die Internationale der Diktatoren, mal wieder

Schmutzige alte und jüngere Männer mit großer revolutionärer Vergangenheit, zur Not ist sie familiär vererbt, die sich gerne gegenseitig auf die Schulter klopfen. Ob man auf den Fluren des UN-Human-Rights-Councils wohl auch Foltertipps austauscht?

„Iran is becoming one of the prominent democratic states in the region,“ Mohammad Javad Larijani, the secretary general of Iran’s High Council for Human Rights, told the UN Human Rights Council. (…)

Cuba, Syria and Venezuela defended Tehran’s record on social and human rights development. Russia, along with a number of Non-Aligned Movement members and Islamic nations, noted progress in Iran’s social and economic rights. via Press TV

Pressefoto des Jahres

Quelle: © Pietro Masturzo, Italien

(miwa) – Eine Frau steht auf einem Hausdach in Teheran und ruft ihren Protest gegen die umstrittene Präsidentenwahl in die Dämmerung hinaus. Diese Aufnahme wählte die unabhängige Organisation „World Press Photo Foundation“ zum Pressefoto des Jahres 2009.

Die Busfahrer schliessen sich der Gruenen Bewegung an

Die iranische Busfahrergewerkschaft, die schon vor Jahren mit ihren Streiks auf sich aufmerksam machte, hat sich dem folgenden Bericht zufolge ausdruecklich zu einem Bestandteil der Gruenen Bewegung erklaert:

Iran’s Bus Drivers Union Calls for Green-Labor Unity

by HAMID FAROKHNIA in Tehran

In a potentially significant development, a leading constituent of Iran’s labor movement has now unequivocally aligned itself with the Green Movement.

On February 12, Tehran’s Bus Drivers Union (Syndicate of Vahed Company Workers of Tehran and Environs, or SVCWTE) circulated posters throughout Tehran declaring itself fully on the side of the democratic movement and called on the Greens to support the beleaguered union through acts of civil disobedience.

„Starting March 6, we the workers of Vahed Company will wage acts of civil disobedience (or white strike) to protest the condition of Mansoor Osanloo in prison. We appeal to the Iranian people and to the Democratic Green Movement — of which we consider ourselves a small part–to join us by creating a deliberate traffic jam in all directions leading to Valiasr Square.“

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