In deutschen Kommentarspalten schäumt man: Israel plant in Ostjerusalem den Bau von 1600 neuen Wohnungen in Ramat Schlomo.
Dabei hatte das Drehbuch eigentlich die Wiederbelebung einer innigen israelisch-amerikanischen Freundschaft vorgesehen. Die Hauptrolle schien mit Joe Biden, dem Vertreter Barack Obamas, ideal besetzt, dem schon von seiner irischen Mutter die Liebe zu Israel eingeimpft worden ist, und der seit Jahren gute Kontakte zum israelischen Regierungschef Netanjahu pflegt. Zunächst klappte auch alles am Schnürchen:Pünktlich zur Landung Bidens inIsrael gab es nach 14 Monaten Stillstand im Friedensprozess mit besagten Annäherungsgesprächen einen kleinen, aber von Washington langersehnten Erfolg zu melden. Biden dankte es Netanjahu mit bedingungslosem Schulterschluss gegenüber den atomaren Gelüsten Irans. Das war Seelenmassage für die Israelis.
Was bitte ist in diesem Fall ein bedingungsloser Schulterschluss? Und warum braucht Israel Seelenmassage statt Unterstützung gegen ein Regime, das offen mit seiner Vernichtung droht? Und wie und wieso impft eine Mutter (wen by the way interssiert hier ihre Herkunft) die Liebe zu einem Staat ein. Kann man Liebe impfen?




