Über die Nazihetze gegen Simone Dinah Hartmann

Über die Nazihetze gegen Stop the Bomb, Free Iran Now und speziell Simone Dinah Hartmann berichtet heute die Haaretz:

It is not easy to scare Simone Dinah Hartmann, but lately she has been fearing for her life. Although she resides in serene Vienna, Hartmann is not convinced the law enforcement officials in Austria are sufficiently aware of the dangers threatening her. Her concerns come in the wake of the racist and anti-Semitic neo-Nazi Web site alpen-donau.info (in German) recently posting her photograph accompanied by derogatory comments – basically marking her as a target for assassination.
Hartmann, an energetic and opinionated woman in her thirties, is the driving force behind Stop the Bomb, an international organization which for several years has been waging an aggressive campaign against firms and governments in Europe that maintain commercial ties with Iran and thus assist the regime of the ayatollahs in promoting its nuclear program. The organization’s goal is to get European countries to reduce, if not discontinue, their ties with Iran – in the hope that economic pressure will cause Iran’s leaders to abandon their plan to manufacture nuclear weapons.

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Kann man Liebe impfen?

In deutschen Kommentarspalten schäumt man: Israel plant in Ostjerusalem den Bau von 1600 neuen Wohnungen in Ramat Schlomo.

Dazu Inge Günther in der FR:

Dabei hatte das Drehbuch eigentlich die Wiederbelebung einer innigen israelisch-amerikanischen Freundschaft vorgesehen. Die Hauptrolle schien mit Joe Biden, dem Vertreter Barack Obamas, ideal besetzt, dem schon von seiner irischen Mutter die Liebe zu Israel eingeimpft worden ist, und der seit Jahren gute Kontakte zum israelischen Regierungschef Netanjahu pflegt. Zunächst klappte auch alles am Schnürchen:Pünktlich zur Landung Bidens inIsrael gab es nach 14 Monaten Stillstand im Friedensprozess mit besagten Annäherungsgesprächen einen kleinen, aber von Washington langersehnten Erfolg zu melden. Biden dankte es Netanjahu mit bedingungslosem Schulterschluss gegenüber den atomaren Gelüsten Irans. Das war Seelenmassage für die Israelis.

Was bitte ist in diesem Fall ein bedingungsloser Schulterschluss? Und warum braucht Israel Seelenmassage statt Unterstützung gegen ein Regime, das offen mit seiner Vernichtung droht? Und wie und wieso impft eine Mutter (wen by the way interssiert hier ihre Herkunft) die Liebe zu einem Staat ein. Kann man Liebe impfen?


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How about You?

Thomas Friedman über die Wahlen im Irak … und Iran:

They came out to vote — Shiites, Sunnis and Kurds — despite the bombs set off by Al Qaeda and the dead-end Baathists who desperately want to keep the democracy project in Iraq from succeeding. This latter point is particularly crucial. The only way Al Qaeda, Baathism and violent Islamism will truly be defeated is when Arabs and Muslims themselves — not us — show they are willing to fight and die for a more democratic, tolerant and progressive future. Al Qaeda desperately wanted the U.S. project in Iraq to fail, but the Iraqi people just keep on keeping it alive.

And how about you, President Mahmoud Ahmadinejad of Iran? How are you feeling today? Yes, I am sure you have your proxies in Iraq. But I am also sure you know what some of your people are quietly saying: “How come we Iranian-Persian-Shiites — who always viewed ourselves as superior to Iraqi-Arab-Shiites — can only vote for a handful of pre-chewed, pre-digested, ‘approved’ candidates from the supreme leader, while those lowly Iraqi Shiites, who have been hanging around with America for seven years, get to vote for whomever they want?” Unlike in Tehran, Iraqis actually count the votes. This will subtly fuel the discontent in Iran.

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Handshake: Robert Gates ist wieder einmal furchtbar optimistisch, was Sanktionen betrifft….

Meine unmaßgebliche Meinung:

Man sollte den Saudis nur dann trauen, wenn man gemeinsame Interessen hat, was die Beseitigung des iranischen Terrorregimes betrifft. Danach muss allerdings endlich mit Saudi Arabien Klartext in Sachen Demokratie geredet werden. Alles andere ist unglaubwürdig. Wenn man Demokratie im Iran unterstützen und herbeiführen will, darf man die sunnitischen „Verbündeten“ nicht aus der Verantwortung entlassen.

Aber ein Schritt nach dem anderen…

Gates ‘hopeful’ of Saudi support for Iran sanctions

RIYADH (AFP) – US Defense Secretary Robert Gates appealed to Saudi leaders on Wednesday to back a US-led drive for tough sanctions against Iran in a visit to Riyadh and came away „hopeful,“ his press secretary said.

met King Abdullah and the crown prince as part of the Obama administration’s diplomatic push for fresh UN sanctions on Iran, seeking help from an oil-rich ally amid continued opposition from China.

„We are certainly hopeful that the Saudis will use whatever influence they have which is considerable in this region and throughout the world to try and help us in our efforts at the UN so we can get meaningful sanctions enacted against Iran,“ press secretary Geoff Morrell told reporters.

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Küsschen, Küsschen

Oder: Alte Liebe rostet nicht.

Das Video stammt vom 1. März, hat aber dennoch seinen ganz besonderen Reiz…

MEMRI TV übersetzt wegen des großen Arbeitsaufwandes wie immer etwas zeitversetzt….

Bitte hier oder auf die Abbildung klicken.

Iranian Leader Khamenei Meets with Heads of Palestinian Factions

Quelle: MEMRI

„Gegen die Talibanisierung des Privatlebens“

Ein lesenswertes Interview mit Ali Schirasi in der neuen Ausgabe von Prodomo.

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Teheran testet neues „Licht“

Die iranische Marine hat Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge vom kürzlich in Dienst gestellten Zerstörer Jamaran erfolgreich den Test einer Anti-Schiffsrakete vorgenommen:
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USA-Unterstützung im Web: Zu wenig und zu spät?

Thomas Erdbrink und Kay Armin Serjoie in der Washington Post zum Bemühen der USA, der iranischen Opposition zu helfen, die Web-Blockade des Regimes zu kontern. Manchmal dauert es auch ein wenig, bis Einsicht, Mitmenschlichkeit und Vernunft sich durchsetzen.

Mein Standpunkt: Ob es zu wenig oder zu spät ist wird sich zeigen. So lange noch Einflussmöglichkeiten bestehen bzw. die Demokratiebewegung davon profitieren kann und Informationen nach außen dringen ist jede Bemühung sinnvoll. Besser jetzt als nie:

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/03/09/AR2010030903478.html

Israels Sicht: Lesenswerter Artikel von Charles Levinson

….im Wall Street Journal, der belegt, dass die Mär, Israel wolle sich blutrünstig auf den Iran stürzen, an den Haaren herbeigezogen ist.

Darin Uri Lubrani mit einem Blick auf die Oppositionsgruppen im Iran, deren wachsende Zugkraft und Israels Unterstützung.

Israeli Faith in Iran’s Opposition Gains Favor

http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704486504575097323070730564.html

„To Bash Them Is to Help Them“

Das „Argument“, dass der iranischen Demokratiebewegung am besten gedient sei, wenn westliche Politiker sich von ihr distanzierten oder sie zumindest nicht unterstützten, ist nicht nur ein ebenso weit verbreiteter wie offenkundiger Unsinn, sondern verweist in der Regel auch eher auf die Gesinnung des Argumentierenden. Abolhassan Bani-Sadr, der erste Präsident der „Islamischen Republik“, wirkt in der New York Times jedenfalls alles andere überzeugend, wenn er Obama für sein Schweigen und seine mangelnde Unterstützung der iranischen Demonstranten lobt:

While George W. Bush’s confrontational Iran policy was a gift to the regime, helping Mr. Ahmadinejad to consolidate his power by standing up to the United States, Barack Obama’s non-confrontational policy withdrew this “gift” and created the political space for Iranians to oppose the regime.

If President Obama now reverses the non-confrontational policy and returns to the Bush-era approach, it will only make it more difficult for Iranians to continue in their Herculean task of replacing the ruling military-financial mafia with a home-grown democracy.

President Obama would thus be well advised to avoid confrontational policies such as economic sanctions or threats of military attack. Instead, the United States should allow the Iranians to see their own struggle through. They are entirely capable of doing this. [Weiterlesen...]

Mindestens der Dritte Weltkrieg

Das deutsche Programm des iranischen Staatsrundfunks („Reichssender Teheran„) gibt sich gerne unfreiwillig schrecklich komisch und bietet immer wieder interessanten Persönlichkeiten Raum, um sich der iranischen Propaganda zur Verfügung zu stellen. (Aktuelles Wochenangebot: Willy Wimmer, CDU MdB). Leider nur anonym äußert sich nun der Vertreter einer „intellektuellen Gruppe“ – offensichtlich aus Deutschland – und läßt uns einen Blick in die Weltsicht verwirrter Geister werfen.

Also, die USA sind ja bekanntlich auf gut revisionistisch in den Ersten und Zweiten Weltkrieg eingetreten, um ihre Wirtschaft zu sanieren, und bereiten jetzt aus gegebenem ökonomischem Anlaß den Dritten Weltkrieg gegen den Iran vor. Und da ist auch schon der Auftritt des „unberechenbaren“ und „rechtsradikalen“ israelischen Ministerpräsidenten:  Frau Merkel soll ihm sogar Nibelungentreue versprochen haben, wie vor den früheren Weltkriegen Wilhelm II. den Österreichern oder Engländer und Franzosen den Polen. Den Rest des Beitrags lesen »

Deutsche Firmen weiter im Iran aktiv

Die Geschäfte zwischen deutschen Firmen und dem Iran laufen ziemlich gut – weitgehend unbeeindruckt der Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Anton Börner, dem Präsidenten des Außenhandelsverbandes BGA, nach strengeren Sanktionen. Das ergab eine Umfrage der WELT unter großen deutschen Konzernen. Auch die Gesamtzahlen für das vergangene Jahr weisen auf wenig verändertes Verhalten bei den deutschen Firmen hin. Während 2009 die deutschen Exporte im Durchschnitt um 18,4 Prozent zurückgingen, lag der Wert für das Geschäft mit dem Iran nur vergleichsweise geringe 5,3 Prozent niedriger. „Wir brauchen massive Sanktionen“, sagte der Verbands-Chef Börner deshalb jüngst. Wegen des geringen Gesamtvolumens könne die deutsche Wirtschaft das auch verschmerzen.

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Aus Köln zum Weltfrauentag

World’s biggest oil trader ends supplies to Iran: company

The largest oil trader in the world, Vitol, said Monday it had stopped dealing with Iran, following a report that traders were pulling out of the country as sanctions and US pressure took their toll.

The Financial Times said Vitol and its fellow trading giants Glencore and Trafigura had stopped supplying petrol to Iran.

A spokesman for Vitol told AFP: „I can confirm that our position is as covered in the Financial Times today.“

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Der nächste Besucher

Irans stellvertretender Staatspräsident Baghaei (Vertreter Achmadineschads) zur ITB in BERLIN

Baghaei , auch Vorsitzender der Organisation für Kulturerbe und Tourismus lädt für Donnerstag, dem 11.3. zwischen 18- 20 Uhr interessierte deutsche Investoren und Tourismusmanager in die iranische Botschaft.

Am Tag der ITB Eröffnung wird Baghai wahrscheinlich auch die ITB besuchen und am Stand des Iran für sein Land werben.

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Zum Weltfrauentag…

…der Hinweis auf einen Kurzfilm zu den Protesten iranischer Frauen 1979 sowie einen Text Fathiyeh Naghibzadehs bei Stop the Bomb.

Passend zum 8. März auch diese Karikaturenreihe, welche das Los iranischer Frauen von 1900-1979 abbildet.

Zusätzlich zwei weitere, an FIN eingesandte Videos:
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Doch kein Trip nach Bremen

Da wird schon wieder nix draus. Diesmal muss der iranische Botschafter sein Ticket nach Bremen stornieren, von wo es lakonisch verlautete:

Die Dialogveranstaltung mit dem iranischen Botschafter musste leider abgesagt werden.“

Warum wurde nicht bekannt gegeben. Das ist der Phantasie des Publikums überlassen. Gab es etwa zu viel Nachfrage, also ein Raumproblem, wie im Falle der deutsch-atlantischen Gesellschaft?

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Mahmoud muss zuhause bleiben und kriegt noch eins auf die Nase

Mahmoud wollte eigentlich wieder wegfahren. Weil ihn doch zuhause niemand mehr mag. Und wieder und wieder ist er auf der Landkarte die Länder mit dem Finger abgefahren, wo man ihn empfangen könnte. Syrien, sagt er sich, Mist, da war ich doch letzte Woche schon wieder. Auch Mahmoud weiß, daß er selbst die Geduld seiner besten Freunde nicht mehr überstrapazieren darf. Da hat er eine Idee! Als Repräsentant der allerbedeutensten Regionalmacht der Welt und als Führer der künftigen Supermacht Iran könnte er doch mal in Kabul vorbeischauen. Weltpolitik machen, dummes Zeug erzählen und alle im Westen drucken es wieder einmal nach! Er gerät ins Schwärmen….

Press TV: President Mahmoud Ahmadinejad has postponed a trip to Afghanistan devoted to providing „solutions for settling the problems“ in Iran’s eastern neighbor.
The one-day visit, originally scheduled for Monday, would be the President’s first visit to Afghanistan since both he and his Afghan counterpart Hamid Karzai were re-elected last year.
„President Ahmadinejad won’t be coming to Kabul,“ an informed source at the Karzai’s office told Press TV on condition of anonymity.
US Defense Secretary Robert Gates, the source added, has, however, arrived in Afghanistan on Monday morning on an unannounced visit.

Tja, und was sagt der amerikanische Verteidigungsminister aus Kabul in Richtung des kurzfristig Ausgeladenen: Den Rest des Beitrags lesen »

Doing Business

The federal government has awarded more than $107 billion in contract payments, grants and other benefits over the past decade to foreign and multinational American companies while they were doing business in Iran, despite Washington’s efforts to discourage investment there, records show.

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Schluß mit dem Dialog!

Das fordert Saba Farzan in der ZEIT:

Iran und das Wetter haben etwas gemeinsam: Über beide Themen wird andauernd gesprochen, und nur die wenigsten verstehen wirklich etwas davon. Die Wetterfee im Fernsehen darf mit der Vorhersage schon mal falschliegen – das ist nicht weiter tragisch. Im Fall Irans sieht es anders aus: Alles, was hier nicht richtig analysiert wird, hat massive Konsequenzen für die Zukunft des Nahen und Mittleren Ostens und die Sicherheit Europas.

Hier geht es weiter.

Und sie bauen und bauen

Iran baut Kurzstreckenraketen in Serie

Der Iran hat nach eigenen Angaben mit der Serienproduktion einer Kurzstreckenrakete begonnen. Die Rakete vom Typ Nasr könne von Land und von Schiffen aus abgefeuert werden. Sie solle nach einigen technischen Veränderungen aber auch von Hubschraubern und U-Booten aus zum Einsatz kommen, sagte Verteidigungsminister Ahmad Wahidi.

Quelle

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Russen raus

Des Regimes beliebte Sündenbockpolitik. Warum liefern die Russen auch nicht einfach die bestellten modernen Flugabwehrakten und zieren sich so. Tja, und für die dauernden Abstürze iranischer Passagiermaschinenen braucht man auch einen konkreten Schuldigen, immer nur auf  westliche Sanktionen zu verweisen ist ein bißchen blutleer. Außerdem ist es im Umfeld von Sanktionsdrohungen vielleicht sinnvoll gerade jetzt einmal etwas demonstrativ – ohne dass es wirklich weh tut – gegenüber Moskau jähzorniges Kind zu spielen. So wie immer gegenüber den Europäern. Denn auch wenn die mittlerweile etwas bocken, der Russe braucht doch schließlich in der Krise ganz dringend Geld.
„Upon an order from President [Mahmoud Ahmadinejad], the Road and Transport Ministry has set a two-month deadline, after which all Russian pilots must leave the country,“ Fars News Agency quoted Minister of Roads and Transportation Hamid Behbahani as saying on Saturday.
„When our country itself has plenty of competent and skilled pilots, there is no need for hiring pilots from abroad to operate our flights,“ he added.

Iranische Außenpolitik ist wie Sandkastenstrategie. Gnadenlos herzlich, deutlich & direkt.

via Press TV

Der Fall Mohammad Valian

Das Todesurteil wegen Moharebeh gegen Mohammad Valian zieht weite Kreise, obwohl eine offizielle Bestätigung immer noch aussteht. Iranischen Menschenrechtsaktivisten rufen dazu auf, Protestbriefe für Valian zu verschicken. Amnesty International hat noch nicht mit einer Urgent Action reagiert, was vermutlich auf die konfligierende Nachrichtenlage zurückzuführen ist. Dafür haben sich die USA mittlerweile zu Wort gemeldet. Ein Sprecher des State Department verurteilte die Todesstrafe gegen den Studenten als „unverhältnismäßig“ und verlangte seine Freilassung.

Hier findet sich die verwirrende Nachrichtenlage noch einmal in übersichtlicher Form aufbereitet. Die Schlussfolgerung der Autorin:

Wir sollten uns also auf alles gefasst machen und uns trotzdem für Valian einsetzen – denn selbst wenn es tatsächlich so sein sollte, dass nicht alles bisher Veröffentlichte zu seinem Fall wirklich stimmt, ist leider davon auszugehen, dass es solche Todesurteile gibt oder geben wird. Das Regime in Teheran sollte wissen, dass diese Urteile die Weltöffentlichkeit erreichen und Reaktionen hervorrufen.

Hier findet sich eine Petition für Valian (via Julias Blog), über die Urheber ist allerdings nichts genaueres bekannt.

West softens stance on Iran nuclear sanctions

Reuters berichtet:

A Western proposal for fresh UN sanctions on Iran includes a call for restricting new Iranian banks abroad and urges „vigilance“ against the Islamic Republic’s central bank, diplomats said on Friday.

Speaking on condition of anonymity, Western diplomats familiar with negotiations on the draft proposal – which Washington worked on with Britain, France and Germany and then shared with Russia and China – said they were no longer pushing for an official UN blacklisting of the central bank. [Weiterlesen...]

Vielleicht weil man angesichts der bisherigen Erfolge der eigenen Strategie gegenüber der Islamischen Republik ja einfach noch nicht das ganz große Pulver verschießen. Irgendetwas muss ja schließlich auch noch übrig bleiben, mit dem man zumindest den Anschein einer Drohung erwecken kann.

Salamitaktik ohne Wurst

Alle die meinen, ein nuklear bewaffnetes Mullahregime im Iran wäre für Europa kein Problem, weil es uns selbst im Falle eines Atomkriegs gegen Israel über die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge aus Palästina hinaus nichts angehen würde, seien die Worte des stellvertretenden Kommandeurs der Revolutionsgarden, Hosni Salami, ins Stammbuch geschrieben:

„Iran ist der Lieferant von 50 Prozent der Energie der Welt und als ein solcher kann er darüber entscheiden, ob Europa den Winter in Kälte zubringen muss“, zitiert die iranische Nachrichtenagentur Salami. „Unsere Raketen können schon jetzt jedes Ziel erreichen, an dem sich die Verschwörer befinden, und der Staat schreitet in jedem Bereich voran.“

Und wohlgemerkt, das sagen sie bereits BEVOR sie die Atombombe haben. Was sie erst mal tun, wenn es soweit ist, kann sich jeder ausmalen, der schon bei der Vorstellung gezittert hat, das vergleichsweise rationale Putin-Regime könnte uns irgendwann das Gas abdrehen. Da muß kein Schuß fallen und ganz Europa wird trotzdem vor Achmadinedschad im Staub kriechen.

( Crossposted auf NB4S )

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