Wenn deutsche ParliamentarierInnen eine Reise tun, dann sieht die Planung so aus:
Reise in den Iran mit dem Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik
17. Oktober 2010 in Arbeit im Bundestag, Startseite, Tagebuch
Wann wird Auswärtige Kulturpolitik besonders wichtig? Wenn es außenpolitisch schwierig ist. Wenn sich die internationalen Beziehungen verschärfen. Wenn Bedrohungen ins Spiel kommen. Wenn gegenseitig Angst herrscht. Wenn zu befürchten ist, dass die Diplomatie abgelöst wird von Sanktionen, Drohgebärden und schlimmstenfalls das Mittel kriegerischen Handelns als ‚Lösung‘ erscheint. Wann kann die Arbeit eines Ausschusses für Auswärtige Kulturpolitik wichtig werden? Im beschriebenen Fall. Und was können Abgeordnete eines solchen Ausschusses vielleicht leisten? Gespräche vor Ort führen, Erfahrungen vor Ort sammeln, sich ein zumindest der Realität nahes Bild verschaffen.
Das also werden wir in der kommenden Woche versuchen – die vier Mitglieder des Unterausschusses Auswärtige Kulturpolitik, Dr. Peter Gauweiler (CDU/CSU), Prof. Monika Grütters (CDU/CSU), Claudia Roth (Bündnis90/Die Grünen), Günter Gloser (SPD) und ich. Ich werde natürlich Tagebuch führen, das Tagebuch aber erst nach Ende der Reise als ‚Wochenbuch‘ hier veröffentlichen. Das tägliche Programm erscheint nachfolgend zur Orientierung.
Sonntag, 17. Oktober:
Ankunft in Teheran Briefing in der Residenz des Botschafters Gespräch mit Dr. Haddad Adel, Vorsitzender des Kulturausschusses des Majles (Iranisches Parlament) Gespräch mit der iranisch-deutschen Freundschaftsgruppe des Majles Besuch des Parlaments-Museums Gespräch mit Abgeordneten der parlamentarischen Opposition Gespräch mit Javad Larijani, Vorsitzender des iranischen Menschenrechtsrates Gespräch mit dem Nuntius Erzbischoff Jean-Paul Aimé Gobel und dem Generalvikar Don Franco Pirisi
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