Uri Avnery will auch nicht mehr schweigen

Uri Avnery gefällt es gar nicht, dass plötzlich andere und nicht „seine“ Palästinenser die Medien beherrschen, also schaltet Gush Shalom eine Anzeige in der Haaretz.

Und die geht so:

Those who oppress/ Millions of Palestinians/For 42 years –/Rave about the freedom fighters – in Iran.

Those who rejected the results/ Of the Palestinian elections –/ Are shocked by the thwarting/ Of the people’s will – in Iran.

Those who shoot and kill/ Palestinian demonstrators/ In Wadi Ara, Bilin and Nialin –

Shudder at the sight of/ The police shooting protesters/ – in Iran. 

 Toll Uri! Gratulation. Das hilft jetzt allen weiter. Palästinensern & Iranern. Endlich mal Geld sinnvoll ausgegeben für eine Anzeige.

 

20 Antworten to “Uri Avnery will auch nicht mehr schweigen”

  1. Albert Fischer Says:

    ja wenn bei so einem ‚linken‘ israelischen friedensaktivisten das telefon nimmer klingelt dann wird er kreativ.

    gibt noch viele andere spezialisten, henryk broder hat das in seiner jerusalemer rede gut zusammengefasst

    unbedingt auch mal avraham burg anrufen / beschaeftigen / zum essen einladen / geld ueberweisen, scheint sich sehr zu langweilen der gute

    • ruelfig Says:

      Mit diesem Text würde Herr Avnery in den meisten mir bekannten Gedichteforen grandios scheitern. Billige Betroffenheitslyrik (technisch auch noch miese gemacht), breit gewalzter Quark. Nö, so geht moderne Lyrik nicht, kein Metrum, kein Rhythmus, keine Bilder, Metaphern, kein Geist. Ungern gelesen,
      R

  2. abraham melzer Says:

    Wenn Herr v.der Osten-Sacken keine Ahnun g hat, dann soll er doch schweigen. Aber für Die Achse des Guten und wohl auch für diesen Forum ist es wohl typisch, dass man auch eine Meinung hat, wenn man garnicht weiß, worum es geht.
    Gush Shalom schaltet seit vielen Jahren schon jede Woche eine Anzeige in Haaretz und zwar auf Hebräisch, und da herrscht wohl ein anderer Rhytmus, als in der Englischen Sprache, lieber ruelfig.

    • George Barth Says:

      Wenn wirklich jeder, der von Dingen keine Ahnung hat, schweigen wuerde, waer’s schoen, denn dann waere es sehr still rund um Abraham Melzer, dem „groessten Verleger
      aller Zeiten“. Die einzige Nachricht von/ueber Melzer, die von einigem Interesse waere, ist der Termin, zu dem er seine
      Schulden an Henryk Broder zu begleichen beabsichtigt.

  3. Rainer David W. Früh Says:

    ab Zeile drei gar nicht mehr gelesen……

  4. Thomas v. der Osten-Sacken Says:

    Danke für die Information. Sicher schaltet Gush Schalom seit Jahren Anzeigen in Ha’aretz, die sich mit der Lage im Iran befassen und ganz sicher klingt obige Poesie in Hebräisch wahnsinnig toll. Mal wieder ein Übersetzungsproblem.

  5. NEB Says:

    thomas vdos: uebersetzungsproblem 😀
    herr melzer, sie haben sicher recht.
    .
    .
    NOOOOOOOOT ..
    /sarc

    • Rainer David W. Früh Says:

      …dann übersetzen Sie es doch!
      Vielleicht kann Ihnen der Starverleger dabei helfen, wenn er schon nach all den Jahren immer noch kein richtiges Deutsch (schreiben) kann, dann wenigstens das.
      Und schwupps, schon wissen wir alle bescheid.

  6. abraham melzer Says:

    Uri Avnery geht es garnicht darum Gedichte zu schreiben, sondern kurze und prägnante Kommentare zum politischen Tagesgeschehen. Meistens sind es Themen um Israel und Palästina oder eben solche, die den Nahost-Konflikt auch angehen. Deshalb ist die dämliche Häme von Thomas vdos völlig deplatziert und ein Zeugnis seiner Arroganz und seiner antisemitischen Gesinnung.

  7. gegenkritik Says:

    „und seiner antisemitischen Gesinnung.“

    Und das ausgerechnet aus Ihrem Munde.

    Nebenbei: wird’s nicht Zeit für einen neuen Stalkerbrief an Broder? Die sind immer so unterhaltsam.

    • abraham melzer Says:

      An Gegenkritik: Freut mich, dass Sie gemerkt haben wie dümlich und falsch solche Aussagen sind. Ich habe es mal umgekehrt versucht. Haben Sie auch protestiert, als man mich „Antisemit“ und „jüdischen Selbsthasser“ nannte? Und was Broder betrifft, so haben Sie auch Recht: Obwohl er immer falsch liegt,ist er doch immer wieder unterhaltsam.

    • David BenBenjamin Says:

      Warum sollte er dabei protestieren? Es gibt wohl kein Label das besser auf Sie zutrifft als „jüdischer Selbsthasser“. Und falls Sie es nicht verstanden haben oder einfach nicht verstehen wollen: Kein auch nur halbwegs ernst zu nehmender Mensch nimmt den Blödsinn den Sie verzapfen ernst. Dersemit.de als jüdische Zeitung zu bezeichnen ist auch mehr als nur ein Witz.
      Suchen Sie sich lieber einen richtigen Beruf, diesmal vielleicht einen den Sie beherrschen.

  8. gegenkritik Says:

    Welche Veranlassung hätte ich haben sollen, gegen Broders zutreffenden Kommentar zu protestieren? Wer u.a. bei Typen wie dem Dortmunder Analphabeten veröffentlicht, kann sich doch nicht über entsprechende Reaktionen wundern.

  9. Albert Fischer Says:

    Herr Melzer

    typen wie sie duerfte es eigentich nicht geben. wegen typen wie ihnen schaeme ich mich ob meiner herkunft.

    sie sind krank und sie represaentieren einen bestimmten typus juden, den krankhaft masochistischen euro-jidden.

    ich finde jeder der in den medien vorkommt und fuer Israel spricht sollte sie vollumfaenglich ignorieren

    Albert Fischer

    • Rainer David W. Früh Says:

      Ich glaube nicht, dass Melzer ein Antisemit ist oder unter jüdischem Selbsthass leidet (hier würde ich auch ausnahmsweise mal Henryk M. Broder widersprechen).
      Melzer ist als „Verleger“, Unternehmer und Autor ein langjähriger, wiederholter Bruchpilot, der es mit allem (Judaica, Pornografie und was weiß ich nicht alles) versucht hat, aber über Luftgeschäfte nicht hinauskam. Ende der Sechziger und in den Siebzigern ist er in Darmstadt rumgelaufen und hat seinen baldigen Eintritt in die israelische Armee verkündet. Niemanden hat´s interessiert. All das hat nichts gebracht. Somit hat er jetzt, wie andere Bruchpiloten aus Israel oder den USA, ob Avnery, Finkelstein oder der Hochstapler Moscowitz, die übrigens in Israel und den USA keine Sau kennt, die letzte Reißleine gezogen, und spielen hier in Europa, speziell in Deutschland für ein paar Euro den Hof- und Musterjuden der linken wie rechten Antisemiten, die gerne die Flüge, Kost und Logie und etwas Handgeld für die nützlichen Idioten spendieren, wenn sich dafür die „besorgten“ Deutschen, die Gelegenheit erkaufen können, den langjährigen Shoah-Ballast auf den Staat Israel und den Zionismus rauskotzen zu können.
      Dem schließen sich gerne Leute, wie Frau Bindestrich-Galinsky (einziges Erkennungszeichen: „die Tochter von….“) und andere hier mit der gleichen Motivation an, weil es die einzige Möglichkeit ist, aus der grauen Masse, wo keiner sie oder nach ihnen fragt, herauszutreten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass dem einen oder anderen dieser Gilde morgens nach dem Aufstehen, vor dem Spiegel, ein Würgen über sich selbst hochkommt. Aber, man muss eben Opfer bringen können, wenn es ums eigene Überleben geht.

    • David BenBenjamin Says:

      Herr Früh: Ich hätte (und habe) es nicht besser sagen können. 100% auf den Punkt gebracht. Besonders wichtig finde ich es, wie Sie sagten, dass in Israel, kein Mensch sich für das Geschwafel von Melzer und Konsorten interessiert.

  10. ruelfig Says:

    Hallo Abraham Melzer,
    „Uri Avnery geht es garnicht darum Gedichte zu schreiben“ und warum tut er dann so als ob? Zeilenumbrüche selbst in Prosatexten sind für gewöhnlich ein sicherer Hinweis auf lyrisches Wollen. Oder sind die Schrägstriche falsch übersetzt worden? Und, um noch einmal auf das Nicht/Gedicht einzugehen, was will uns der Author sagen? Dass diejenigen, die sich nicht an einem (von ihm) gesehenen Unrecht reiben, kein Recht hätten, auf ein (von ihm relativiertes) Unrecht hinzuweisen? Wie Kindergartig ist das denn? Aber vielleicht sollte besser der Verfasser der Zeilen sein Werk erklären (wobei, in der Lyrik, wer sein eigenes Werk interpretieren will, schon doppelt verloren hat). Aber wahrscheinlich ist das ganze Dingens einfach nur metakryptisch verkodiert und entschlüsselt sich nur Eingeweihten nach eingehender Exegese. Stichworte Hermetik / Hermeneutik.
    LG, R

  11. abraham melzer Says:

    Die Texte, die Uri Avnery in der israelischen Zeitung HaAretz auf Hebräisch shaltet,sind für das israelische Publikum gedacht und wer verstehen will, versteht und wer nicht verstehen will, wie zB „ruelfig“, an den solche Texte garnicht gerichtet sind, dem kann sowieso nicht geholfen werden. Später aber soll keiner sagen, er hätte es nicht gewusst.
    Wenn Sie allerdings aus Uri Avnery unbedingt einen Dichter machen wollen, dann tun Sie sich keinen Zwang an. Das wird Uri überleben und sich denken, laß die Hunde bellen. Verloren haben Sie und Leute, die so denken wie Sie. Uri hat es nicht nötig und nie nötig gehabt seine Texte zu interpretieren. Wer verstehen wollte hat verstanden.


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