Mörderisch

laempel (Small)

Bild: Oppositioneller Lehrer nach Besuch einiger Revolutionsgardisten

Eine “Deutsch-Iranische Lehrerkonferenz”, die etwas anderes zum Gegenstand hätte als die Auseinandersetzung mit einem Schulsystem, in dem körperliche und psychische Gewalt, Geschlechterapartheid, religiöse Indoktrination und Aufstachelung zum Hass auf Minderheiten und Andersdenkende an der Tagesordnung sind, wäre an sich schon ein bizarres Unterfangen. Wer anlässlich derselben gar über “Umwelterziehung” und “energieeffiziente Lebensstile” diskutieren wollte, machte sich der Clownerei verdächtig.

Doch die Berliner Königin-Luise-Stiftung kennt da nix. Sie findet obendrein noch, ohne eine der ganz großen Nummern des Regimes ginge man unter im Meer dieser ja nun wirklich schon geradezu inflationär betriebenen deutsch-iranischen Kulturaustausche. Und schließlich verfügt man über gute Kontakte zur schräg gegenüber liegenden iranischen Botschaft (aka “terroristisches Zentrum”) und deren Chef Alireza Sheikh Attar.

Also wird “S.E.” persönlich auf der Konferenz das Wort ergreifen. Attar wird wohl u.a. zum Thema “Kognitives Lernen oder bewusste Verzahnung von Theorie und Praxis” aus eigener Erfahrung Wertvolles beizusteuern haben, denn er wird zahlloser Morde beschuldigt.

Attar ist Mitglied der terroristischen Revolutionsgarden und war von 1980-1985 Gouverneur der Provinzen Kurdistan und Westazerbeijan. In dieser Zeit verübten die Revolutionsgarden unter seinem Befehl – und z.T. direkt in seiner Gegenwart – massive Verbrechen an der kurdischen Zivilbevölkerung. Hunderte wurden erschossen oder erhenkt, Frauen vergewaltigt, ganze Dörfer ausradiert.

Die Verbrechen des Attar sind wirklich kein Geheimnis. Alle Vertreter des Regimes haben Blut an ihren Händen, aber Attar, das wissen iranische Oppositionelle, gehört zu denen, die im Blut gebadet haben. Die Königin-Luise-Stiftung, das Auswärtige Amt, die Senatsverwaltung und die Unesco halten sowas für exotisch und Attar damit für einen ausgezeichneten Ansprechpartner im Dialog der Kulturen.

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Veröffentlicht in News. 13 Comments »

13 Antworten to “Mörderisch”

  1. Zebulon für Afrika Says:

    Nur eine Anmerkung: Veranstaltungen wie diese, werfen ein bezeichnendes Licht auf deren Oragisatoren. Ich denke es würde Sinn machen, die mitverantwortlichen Parteipolitiker, öffentlich und plakativ festzunageln, wenn in ihrem Bereich Clownerien veranstaltet werden, die nur den Zweck haben, ein faschistisches Terror-Regime schönzureden. Ein Kultursenator muss dann schon mal öffentlich machen, wie er darauf in Zukunft zu reagieren gedenkt, wenn politische Massenmörder – aus welchem Land auch immer – von ihren deutschen Gesinnungsfreunden zur gemütlichen Plauderstunde geladen werden. Denn, keiner der Veranstalter wird eine Figur wie Attar dort auf seine Verbrecherkariere anzusprechen wagen….

  2. Phygos Says:

    Das es sich bei Alireza Sheikh Attar um einen Verbrecher schwersten Kalibers handelt muß man eigentlich nicht weiter erwähnen. Viel bezeichnender aber als der Umstand, das die iranische Despotie diesen Schlächter im hellen Licht das Tages als Botschafter präsentiert, ist die Tatsache wer sich da an ihn anbiedert. Da tut sich Gleich und Gleich zusammen. Da sammelt sich die Garde der End68er, um in der Verpackung des Anti-Zionismus fröhlich dem Anti-Semetismus die Türe zu öffen. Da geben sich die Anti-Demokraten des islamofaschistischen Regimes ein fröhliches Stelldichein mit den Anti-Demokraten der RAF-Nachfolge-Parteien (Die Grünen), und den Erben der Mauermörderpartei ( SED-PDS-DIE LINKE). Da ist auch im öffentlichen Diskurs längts jede Hemmschwelle überschritten. Offen auf allen Kanälen sendend und aus allen Rohren feuernd gerieren sich diese Meinungsgpiraten als Seemacht im trüben Medientümpel. Um dem üblen Sud dann noch die letzte Würze zu geben, nicken Jene „Gutmenschen“ in ihren stillen Kämmerlein wohlwollend, wenn der Irre aus Teheran die bekanntesten und übelsten Neo-Nazis zu seiner Holocaustleugnungskonferenz einlädt.

    Man fragt sich wirklich: „In was für eine Tollhaus leben wir hier ?!“

  3. Dox Says:

    @ Zebulon

    Zebu hat recht. Dieser Artikel wäre viel interessanter, wenn der Autor die Veranstalter, Unterstützer und Mitwisser angeschrieben hätte und ihre Ausreden sowie Adressen hier veröffentlicht wären, damit man ihnen die Meinung sagen kann.

  4. Hirn einschalten Says:

    Es ist ekelerregend.
    Danke für den Artikel.

  5. mike Says:

    …wer dieses regime unterstuetzt, ist am voelkermord des iranischen volkes mit verantwortlich.
    der holocaust in deutschland war einzigartig und der mord am iranischen volk ist ebenso einzigartig und mit dem holocaust gleich zu setzen, ein holocaust von muslimischen gnaden.
    es lebe die revolution gegen die islamische republik des irans!

    …ein deutscher, freiheitsliebender aufs grundgesetz der bundesrepublik deutschland vereidigter staatsbuerger…

  6. Christian Schultz Says:

    ich habe im Bekanntenkreis einen Jungen, welcher diese Schule besucht und in dem Internat lebt. Da gab es sogar mal eine Klassenreise in den Iran.

    Interessant finde ich das, weil dieser Junge vor kurzem an eine Mitschülerin eine Mail geschrieben hatte. Deren Inhalt war so daneben, dass die Eltern des Mädchens sogar Anzeige bei der Polizei erstattet haben. Allerdings war der Junge zu der Zeit noch nicht strafmündig.

    Ich hatte damals schon einen Zusammenhang zu der Reise in den Iran vermutet, bin dem aber nicht genauer nachgegangen.

    Nach diesem Bericht aber – da werde ich mal nachhaken.

  7. Das Wandern ist des Mullahs Lust « FREE IRAN NOW! Says:

    […] iranischen Botschafter Attar, auf dessen Konto nach Angaben iranischer Oppositioneller unzählige Morde und andere Verbrechen […]

  8. Die etwas andere Irankonferenz « FREE IRAN NOW! Says:

    […] Referenten treten neben besagtem Hörstel auch der iranische Botschafter und Massenmörder Ali Reza Scheikh Attar, der Hamas-Propagandist Udo Steinbach (welcher auch ein beliebter […]

  9. Propaganda-Treffen. « Reflexion Says:

    […] Konferenz vertreten werden. Da wäre unter a anderem der iranische Botschafter und Massenmörder Ali Reza Scheikh Attar sowie der Hamas-Propagandist Udo Steinbach. Da wäre des Weiteren Jürgen Elsässer, der […]

  10. Der Aufmarsch gegen die USA. « Reflexion Says:

    […] Jubelperser trat beispielsweise auf einer Veranstaltung mit dem iranischen Botschafter, dem Schlächter Ali Reza Scheikh Attar, in Hamburg auf. Christoph Hörstels Rede in Karlsruhe richtete sich gegen […]

  11. Der Aufmarsch gegen die USA. | Reflexion Says:

    […] trat bei­spiels­wei­se auf einer Ver­an­stal­tung mit dem ira­ni­schen Bot­schaf­ter, dem Schläch­ter Ali Reza Scheikh Attar, in Ham­burg […]

  12. Claudia Roth und der Massenmörder « FREE IRAN NOW! Says:

    […] West-Aserbaidschan hunderte erhängen und erschießen ließ und über den iranische Oppositionelle sagen, dass er im Blut […]

  13. Grüne Sympathie für einen Massenmörder « DiskursKorrekt im Tagesspiegel Says:

    […] West-Aserbaidschan hunderte erhängen und erschießen ließ und über den iranische Oppositionelle sagen, dass er im Blut […]


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