Sozialisten und diplomatische Kanäle

Die großen Sozialisten des 21. Jahrhunderts, etwas angeschlagen nach zehn Jahren des Jahrhunderts, halten auch in der Krise zusammen:

Ein Gespräch mit David Velásquez, Botschafter Venezuelas im Iran

Im Fall anderer Länder wie USA oder Israel kritisiert die venezolanische Regierung häufig Menschenrechtsverletzungen. Warum nicht im Fall des Iran?

Ich glaube, es gibt kein Element, daß uns dazu zwingt, dieses Thema zu diskutieren oder offen anzusprechen. Wenn diese Situation eintreten sollte, wird Präsident Chávez auf angemessener Ebene konsequente Positionen einnehmen, wie er es bisher auch schon getan hat. US-Präsident Barack Obama ist jetzt Friedensnobelpreisträger, aber fast gleichzeitig hat er mehr Soldaten in den Krieg nach Afghanistan geschickt. Es gibt kein anderes Land, das die Menschenrechte so sehr verletzt wie die USA, und es gibt kein zynischeres Land, wenn es darum geht, andere anzuklagen. In strategischer Hinsicht stimmen Iran und Venezuela überein, in anderen Aspekten gibt es Differenzen. 

Im Fall anderer Länder wie USA oder Israel kritisiert die venezolanische Regierung häufig Menschenrechtsverletzungen. Warum nicht im Fall des Iran?

Ich glaube, es gibt kein Element, daß uns dazu zwingt, dieses Thema zu diskutieren oder offen anzusprechen. Wenn diese Situation eintreten sollte, wird Präsident Chávez auf angemessener Ebene konsequente Positionen einnehmen, wie er es bisher auch schon getan hat. US-Präsident Barack Obama ist jetzt Friedensnobelpreisträger, aber fast gleichzeitig hat er mehr Soldaten in den Krieg nach Afghanistan geschickt. Es gibt kein anderes Land, das die Menschenrechte so sehr verletzt wie die USA, und es gibt kein zynischeres Land, wenn es darum geht, andere anzuklagen. In strategischer Hinsicht stimmen Iran und Venezuela überein, in anderen Aspekten gibt es Differenzen.

Es gibt für uns keinen Grund, Verletzungen der Menschenrechte durch die Islamische Republik Iran anzuklagen, und wenn doch, wird die Bolivarische Revolu­tion sie im Rahmen der diplomatischen Kanäle thematisieren, die zwischen beiden Ländern bestehen.

By the way: Interessant, das der André Scheer von der Jungen Welt ein Visum für den Iran erhalten hat, schließlich gibt es dort seit Monaten ein fast totale Einreisesperre für auskändische Journalisten.

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