Propaganda in der taz

Würde man jeden antiisraelischen Artikel lesen, der in linksalternativen Käseblättchen wie der tageszeitung veröffentlicht wird, wäre man rund um die Uhr beschäftigt. Die unüberschaubare Menge schlechter Texte, die in antizionistischen Redaktionsstuben zusammengeschrieben werden, geht über das Maß dessen, was ein Normalsterblicher konsumieren kann, bei weitem hinaus. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass man über herausragende Dummheiten stolpert, die es verdient haben hervorgehoben zu werden.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Mohsen Massarat in der taz über das „Kernproblem“ der israelischen Atomwaffen dozieren darf. Als der jüdische Staat sich „heimlich 200 bis 300 Atombomben und auch die erforderlichen Trägersysteme wie Raketen mittlerer Reichweite und U-Boote“ verschafften, hätten sie, so wird in dem taz-Artikel erklärt, ein Sicherheitsproblem verursacht, auf das der Iran nun reagiere.

So, wie der Antisemit „die“ Juden zum „Problem“ macht, sieht der Antizionist überall israelische Machenschaften. Entweder, behauptet Massarat, seien die USA zionistisch dominiert und würden deshalb nichts gegen die Nuklearwaffen des jüdischen Staates unternehmen, oder Israel sei eigentlich Amerikanisch und Washington wolle die eigene hegemoniale Vorherrschaft im Mittleren und Nahen Osten“ nicht gefährden.

Die Islamische Republik sei hingegen die verfolgte Unschuld. Die Mullahs, schreibt Massarat in der taz, hätten nicht etwa deshalb ein Interesse an der Bombe, weil sie glauben, die Ankunft des Mahdi lasse sich mit einem antijüdischen Atomkrieg zu beschleunigen, sondern weil sie sich von israelischen Waffen bedroht fühlen würden:

Auch die Islamische Republik und alle ihre Regierungen haben bisher strikt vermieden, von der westlichen Seite zu verlangen, Israels Atomwaffen in die Verhandlungen einzubeziehen. Könnte es wiederum sein, dass die iranische Seite im Wissen, dass Israels Atombomben nicht verhandelbar sind, ebenso konsequent den NPT als Vorwand benutzt und Zeit gewinnen will, um irgendwann doch die eigenen Nuklearkapazitäten zu schaffen und damit das regionale „Gleichgewicht des Schreckens“ herzustellen?

Nichts anderes hört man von Ahmadinedschad in Teheran. Nur drückt der iranische Präsident es anders aus. Damit man ihn auch im Westen hört – wo es nicht ganz so gut ankommt, wenn man Israel von der Landkarte tilgen möchte – hat die Islamische Republik die Gründung von NGO’s veranlasst, die dafür zuständig sind, die islamistische Propaganda zu verbreiten. Mohsen Massarat ist einer von Ahmadinedschads Sprechern in Deutschland. Dass er die taz zu seinem Organ macht, passt – so möchte man sagen – wie der Arsch auf den Eimer.

(Hat Tip: Elisabeth Lahusen)

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Veröffentlicht in Reaktionen von außerhalb. Schlagwörter: , , . 6 Comments »

6 Antworten to “Propaganda in der taz”

  1. Iranian German Says:

    Sehr gute Analyse des niederträchtigen Artikels von Massarrat, der einmal mehr zeigt, wie sehr sich große Teile der deutschen Presse und sogar Blätter der einst „renommierteren Sorte“ mit in die Propaganda-Maschinerie des iranischen Regimes einspannen lassen.

    Leute wie Mohssen Massarrat stehen auf der Gehaltsliste der islamischen Vergewaltigungsrepublik und verraten die unzähligen Iranerinnen und Iraner, die unter dem menschenverachtenden System der Mullahs gelitten haben und immer noch leiden.

  2. jenny Says:

    … hat MM vor nicht allzu langer zeit so auch in der DMZ (deutsche militärzeitschrift) gefordert und damit auch noch rumgeprahlt.

  3. Ali Bariani Says:

    Es ist eine Schande, dass Sie die iranische Reformbewegung und vor alle Ihrer Ziele so verdrehen, für ihre Interessen missbrauchen. Wenn Sie aber auch nur etwas politischen Sachverstand hätten würde Sie nicht so ein Unfug prodozieren.
    Die bekanntesten Köpfe der Reform Bewegung, Mir Hossein Musavi und Kahrubi, und vor allem, die protestierenden im Iran, haben in duzende Reden und Publikationen ihre Solidarität mit den Palästinensern kundgetan, und die Verurteilung israelische Besatzungspolitik verlangt.
    Alle studentische Vereinigung im Iran, die für ihre Rechte und gegen dir Unterdrückung auf die Straße gehen, und gegangen sind, und ihr Leben riskiert und geopfert haben, verurteilen genauso die Unterdrückeng der Palästinenser und die israelische Besatzungspolitik.
    Es ist unverschämt zu behaupten, ein Nein zu israelische Unterdrückung und Besatzung, wäre gleich ein Ja zur Ahmadinejads Diktatur.
    Außerdem wer mit solcher Äußerungen wie „der Antisemit Massarrat“ um sich schmeißt, und solch dreiste Lügen behauptet und die offensichtliche Ziele dieser Bewegung und deren Köpfe so umdreht, macht eher klar, dass er selbst nur Interessen gerichtet arbeitet, und für das Leben der Iraner, die Ihr Leben für Freiheit und Gerechtigkeit gegeben haben nicht im geringsten achtet.
    Sie sind kein Freund des iranischen Volkes und schon gar nicht ein Unterstützer der Reformbewegung.
    Schämen Sie sich.

  4. ali bariani Says:

    Die Frage ist doch IHR ZESIERT, JA GENAU WIE DIE IRANISCHE ADMINISTRATION: BRAVO

  5. Ali Bariani Says:

    Es ist eine Schande, dass Sie die iranische Reformbewegung für ihre Interessen und vor allem Ihrer Ziele so missbrauchen.
    Wenn Sie aber auch nur ein Hauch politischen Sachverstand hätten würden Sie nicht so ein Unfug prodozieren.
    Die bekanntesten Köpfe der Reform Bewegung, Mir Hossein Musavi und Kahrubi, und vor allem, die protestierenden im Iran, haben in duzende Reden und Publikationen ihre Solidarität mit den Palästinensern kundgetan, und die Verurteilung israelische Besatzungspolitik verlangt.
    Alle studentische Vereinigung im Iran, die für ihre Rechte und gegen die Unterdrückung auf die Straße gehen, und gegangen sind, und ihr Leben riskiert und geopfert haben, verurteilen genauso die Unterdrückeng der Palästinenser und die israelische Besatzungspolitik.
    Es ist unverschämt zu behaupten, ein Nein zu israelische Unterdrückung und Besatzung, wäre gleich ein Ja zur Ahmadinejads Diktatur.
    Außerdem wer mit solcher Äußerungen wie „der Antisemit Massarrat“ um sich schmeißt, und solch dreiste Lügen behauptet und die offensichtliche Ziele dieser Bewegung und deren Köpfe so umdreht, macht eher klar, dass er selbst nur Interessen gerichtet arbeitet, und das Leben der Iraner, die Ihr Leben für Freiheit und Gerechtigkeit gegeben haben, nicht im geringsten achtet.
    Sie sind kein Freund des iranischen Volkes und schon gar nicht ein Unterstützer der Reformbewegung.
    Schämen Sie sich.


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