Beim Peter Schütt funkt’s noch immer

Peter Schütt, einst ganz großer Dichter der DKP, hat seine neue Heimat im „islamischen Zentrum“ gefunden. Über Schütt und seine neue Liebe zum Islam hat Said vor Jahren eigentlich schon alles gesagt.

Kurzum Schütt bietet sich  förmlich an für’s berühmte Irib Interview. So sitzt er jetzt neben den anderen ganz Großen Andreas Zumach, Udo Steinbach, Sabine Schiffer, Andreas von Bülow und Jamal Karsli im Pantheon, nicht am Roten Platz, aber doch direkt neben dem Märtyrerbrunnen. Und wenn er im Ayatollah Radio spricht dann gleich als Professor. Googelt man Professor Peter Schütt stößt man allerdings nur auf den Leiter des Forstbotanischen Instituts der Universität München. Macht aber nichts.

Der neu berufene (von Gott?) Professor nun hat den Iranern aber sowas von zu erzählen:

Wir erleben hier in Deutschland – das ist wirklich beklemmend – eine wirklich antimuslimische  und gerade eine rassistische Welle. Ich weiß nicht, ob Sie gehört haben, dass Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied der Bundesbank, ein sehr böses Buch geschrieben hat. Er behauptet in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“, das heißt Deutschland geht unter, Deutschland ist bedroht von den muslimischen Einwanderern. Dieses Buch wurde von den wichtigsten deutschen Medien, wenn Sie so wollen, von Rechts bis Links, von der Bildzeitung bis zum Spiegel,   wochenlang hoch gepowert. Das wurde überall propagiert. Und alles ist von dieser Kampagne ausgegangenen.

Ganz Deutschland voll antimuslimisch drauf. Rechts und Link hinter Sarrazin. So wird’s gewesen sein. Und dann auch noch Kurt Westergaard, der einen Preis erhält ohne dass muslimischen Gegenstimmen zu Wort kommen. Ein Skandal! Aber:

Ich meine, es geht nicht darum, den Mohammad-Karikaturisten zu verfolgen oder ihn ins Gefängnis zu werfen. Ich meine, die Strafe liegt bei Gott.

Wenn das nicht gelebte Toleranz ist. Es funkt noch immer. Nur ist es nicht mehr Moskau, sondern der liebe Gott. Professor Peter Schütt hat einen langen Weg hinter sich und ist angekommen: beim strafenden Gott in Teheran.

Veröffentlicht in Hintergrund. 5 Comments »

5 Antworten to “Beim Peter Schütt funkt’s noch immer”

  1. BillBrook Says:

    Langen Weg hinter sich? Da halte ich es doch eher mit Gremliza.

    „Schütt ist geblieben, was er schon immer war: Ein schlechter Dichter, der lügt wenn er das Maul aufmacht.“

  2. ebook leser Says:

    Irgendwie lässt mich das Thema Sarrazin einfach nicht los. Der SPD-Vorstand hat das Parteiordnungsverfahren gegen Thilo Sarrazin ohne Gegenstimmen beschlossen. So wie ich in der Presse lesen kann, hat der Fall Sarrazin ein grosses Echo innerhalb der SPD hervorgerufen. Warum so frage ich mich, macht diese Partei nicht eine Mitgliederbefragung. Siche aus dem gleichen Grund warum die Merkel nicht die Bürger über die Verlängerung der AKWs befragt hat. Etwas mehr direkte Demokratie ist schon wünschenswert, in den Parteien, wie in der Regierung. Der Bürger kommt sich langsam wie Stimmvieh vor, dass alle 4 Jahre an die Urne gerufen wird. Kein Wunder, dass die Anzahl der Nichtwähler immer mehr ansteigt.

  3. Wehlan Says:

    Es war eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Der Hass auf den „Kapitalismus“ (= Westen) ist so groß, dass man sich mit jedem verbündet, der dem Westen etwas entgegensetzen will.
    Früher haben sich die Kommunisten von der Sowjetunion die Beseitigung des Kapitalismus gewünscht. Nachdem die nun zerbrochen ist, erhofft man sich das Heil vom radikalen Islam.
    Dabei vergisst man sogar, dass Karl Marx gelehrt hatte, dass der Kapitalismus gegenüber dem Feudalismus (wozu ich große Teile der islamischen Welt zähle) eine Höherentwicklung ist.

  4. „…. ihre Kritik war nicht sehr kritisch“ « FREE IRAN NOW! Says:

    […] v. der Osten-Sacken Dr. Irmagrd Pinn, Wahlmuslima und kritische Sozialwissenschaftlerin, tritt nach Prof. Peter Schütt zum Irib Interview […]

  5. Klaus Dede Says:

    Ich kenne Peter Schütt noch aus der Zeit, als er Mitglied der DKP war und dort dort den Kulturbund leitete. Für den ging er auf Reisen und brachte dann einen ganzen Band Gedichte mit, über deren Qualität ich nichts sagen kann. Den Kulturbund hielt er strickt auf Partei-Linie. Nach der Wende wurde er katholisch und dann muslimisch. Ist doch alles irenwie konsequent, oder?


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