Aus, Schluss, Ende. Lucrezia Jochimsen hat ihr Irantagebuch abgeschlossen. Die Welt ist um ein grottenpeinliches Dokument bereichert, das aber, soviel Kredit sei ihr gegeben, noch dem letzten verstockten Appeaser (bzw. Gutmeinenden), wollte er es denn wissen, zeigen müsste, wie lächerlich jeder Versuch ist, mit dem offiziellen Iran in Dialog zu treten. (Andere Iraner haben sie auf ihrem Trip nämlich gar nicht erst zu treffen versucht.) Jochimsen weiß, d. h. fühlt das bauchmäßig, irgendwie auch, aber klar, zugestehen würde sie es nie. So klingt denn auch ihr Fazit, das redundant zu nennen, noch ein glatter Euphemismus wäre:
Und hier nochmal meine persönliche Begründung, die ich schon zu Beginn der Reise formuliert habe – für all‘ jene Fragesteller und Fragestellerinnen, die die Reise als „Jubelreise“ kritisieren, was sie zu keinem Zeitpunkt war oder „Stabilisierungselement des Regimes“ was vollendeter Unsinn ist… Wer wirklich glaubt, dieses Regime bräche zusammen, wenn wir alle fernbleiben und weitere Isolation um sich greift, der irrt gewaltig.
Also, ich bleibe dabei: es war eine wichtige und richtige Reise gerade in dieser Zeit. Denn – Wann wird Auswärtige Kulturpolitik besonders wichtig?
Wenn es außenpolitisch schwierig ist. Wenn sich die internationalen Beziehungen verschärfen. Wenn Bedrohungen ins Spiel kommen. Wenn gegenseitig Angst herrscht. Wenn zu befürchten ist, dass die Diplomatie abgelöst wird von Sanktionen, Drohgebärden und schlimmstenfalls das Mittel kriegerischen Handelns als ‚Lösung‘ erscheint.
Wann kann die Arbeit eines Ausschusses für Auswärtige Kulturpolitik wichtig werden? Im beschriebenen Fall.
Und was können Abgeordnete eines solchen Ausschusses vielleicht leisten?
Gespräche vor Ort führen, Erfahrungen vor Ort sammeln, sich ein zumindest der Realität nahes Bild verschaffen.
Das haben wir fünf Mitglieder des Unterausschusses Auswärtige Kulturpolitik in dieser Woche versucht





6. November 2010 um 03:26
Ich frage mich gerade, ob diese fünf, aus dem untersten Ausschuss stammenden, auswärtigen „Kulturpolitik“-Gutmichel auch das Teheraner Stadion besucht haben. Nur mal so, um die Akustik zu testen. Im Sinne von: „H E N D R I K H O E F G E N!“*
*Sind nicht Politiker letztendlich auch nur … Schauspieler? 😉
http://bit.ly/HendrikHoefgen
28. September 2011 um 23:20
[…] nächste Besuch eines Vertreters der Linkspartei im Iran, ganz im Geiste der Lucrezia Jochimsen. Und er will „Klippen umschiffen“, um „Dual Use-Güter“ in den Iran zu […]
1. Oktober 2011 um 00:07
[…] zu reisen, um dort den islamofaschistischen Henkern ihre gesäss-leckende Aufwartung zu machen, und um dann davon ganz stolz auf ihrem Blog zu faseln, wie toll es im Iran war. Oder ob nun Linkspartei-Leute als Flotilla-Hilfsmatrosen zusammen mit […]