Iranischer Botschafter in Uruguay leugnet den Holocaust

In Einklang mit der Position des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad hat der Botschafter des Landes in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo den Holocaust an den Juden bestritten. Die Aussagen von Hojjatollah Soltani führten zu massiven Protesten der jüdischen Gemeinde.

“Es wird gesagt, dass die Nazis während des Zweiten Weltkriegs zwei, vier oder sechs Millionen Juden ermordet haben. Dies wird als Holocaust bezeichnet und Israel will der Welt zeigen, dass es ein Opfer ist. Gleichzeitig fordern sie wirtschaftliche und politische Unterstützung von einigen Ländern in Europa”, so Soltani bei einem Treffen im Haus der Kulturen Uruguay-Schweden.

“Vielleicht wurden einige Tausend Juden getötet oder ermordet- wir wissen es nicht. Aber diese Zahl- zwei Millionen, vier Millionen, sechs Millionen-, das ist eine Lüge”. Angesichts dieser schwerwiegenden Aussage zeigte sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Uruguay, Mark Israel, sichtlich erbost. Er forderte die uruguayische Regierung umgehend dazu auf, eine Beschwerde bei den Vereinten Nationen einzulegen.

Quelle

Veröffentlicht in News. 2 Comments »

2 Antworten to “Iranischer Botschafter in Uruguay leugnet den Holocaust”

  1. David Says:

    Deutschland hat keine Zeit, sich mit Kleinigkeiten wie dem Iran bzw. dessen Botschafter in irgendeiner Bananenrpublik, Syrien oder Ägypten mit seiner Radikalisierung zu beschäftigen. Hier im Land läuft zur Zeit nämlich eine viel wichtigere DIffamierungskampagne, um den schlimmen Terror in Norwegen für ganz andere Zwecke auszuschlachten.
    Denn damit kann man prima von den eingangs genannten Kleinigkeiten, aber auch vom EU-Totalitarismus und der völligen Unfähigkeit der deutschen Politiker (Euro! Griechenland!) ablenken.
    Ablenken kann man übrigens mindestens genauso gut mit irgendwelchen Lügen über Israel, die täglich – unterschwellig und direkt – in den Mainstream-Medien zu lesen sind. Auch in diesen Topf wird immer wieder sehr gern gegriffen. Denn das gemeinsame Feindbild eint.
    Die Bedeutung des Irans ist, wie gesagt, für das deutsche Publikum faktisch nicht existent. Ein irgendwie auf Fakten beruhendes Wissen auch nicht. Was soll man da auch erwarten? Interesse für die iranische Freiheitsbewegung? Widerstand gegen deren Führer z.B. auf politischer Ebene? Wie naiv…

    • Bernd Dahlenburg Says:

      David sagte:

      Die Bedeutung des Irans ist, wie gesagt, für das deutsche Publikum faktisch nicht existent. Ein irgendwie auf Fakten beruhendes Wissen auch nicht. Was soll man da auch erwarten? Interesse für die iranische Freiheitsbewegung? Widerstand gegen deren Führer z.B. auf politischer Ebene? Wie naiv…

      ————
      Und je länger die Mullahs ihre Gefängnisse füllen können, ohne dass davon viel in den Westen bzw. die Freie Welt dringt, umso besser für sie.

      Abgesehen davon muss man aber auch konstatieren, dass das Mitgefühl des Westens für die Verfolgung und Ermordung der friedlichen Demonstranten vor Ort sich schon seit dem 12. Juni 2009 spürbar in Grenzen gehalten hatte – leider. Ein Armutszeugnis!

      Und es ist leider auch allzu wahr, was du sonst schreibst: Lieber fokussiert man sich auf Israel. So ticken halt Antisemiten.


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