Wächst da zusammen, was zusammen sein will?

Angesichts der Tatsache, dass Ägyptens Muslimbruderschaft nun steigende Popularität genießt, kann die untenstehende Nachricht nicht allzu sehr überraschen. Auf in eine islamistische Zukunft Ägyptens und Endlösung Palästinas, Ahoi!

Erstmals hochrangige iranische Delegation in Kairo

(sda/dpa) Nach dem Sturz des pro-westlichen Präsidenten Hosni Mubarak in diesem Februar will Ägypten sein Verhältnis zum Iran entspannen. Am Montag traf erstmals seit Jahrzehnten eine hochrangige politische Delegation aus dem Iran zu einem zweitägigen Besuch in Kairo ein.

Angeführt wird sie vom einflussreichen Parlamentsabgeordneten Aladin Borujerdi, dem Vorsitzenden der Komitees für nationale Sicherheit und Außenpolitik. Der Politiker, der auch als Gesandter des iranischen Parlamentspräsidenten Ali Larijani* fungiert, überbrachte eine Einladung an ägyptische Offizielle zu einer Palästina-Tagung in Teheran in diesem Oktober.

*Zu ihm hatte ich 2007 einen erhellenden Beitrag verfasst.

Das theokratische Regime hatte die diplomatischen Beziehungen zu Ägypten 1979 wegen dessen Friedensvertrags mit Israel und der Aufnahme des damals entmachteten iranischen Schahs abgebrochen. Seit 15 Jahren strebt Iran eine Aufwertung der Beziehungen an, stieß jedoch bei Mubarak, so lange dieser im Amt war, auf kein Gehör.

Nach dem Sturz des Machthabers deuteten ägyptische Spitzenpolitiker mehrfach an, dass Kairo wieder volle diplomatische Beziehungen zu Teheran aufnehmen solle. Das letzte Wort müsse aber das Parlament haben, hieß es. Ein solches wird den Plänen zufolge im November dieses Jahres gewählt.

Quelle: NZZ

5 Antworten to “Wächst da zusammen, was zusammen sein will?”

  1. John Says:

    Gigantisch bestechende Logik: Wer diplomatische Beziehungen zum Iran unterhält ist Islamist.

    • Bernd Dahlenburg Says:

      @John

      Ganz einfach, und auch gigantisch bestechend, wie Sie jovial-dämlich attestieren.

      Fakt ist doch: Wer enge Beziehungen zum iranischen Terror-Regime aufnimmt bzw. vorhat, diese zu unterhalten, ist ein Unterstützer dieses Regimes. Punkt.

      So einfach kann das mitunter sein, oder zu kompliziert für Sie?

      Deutschland ist übrigens auch ein Unterstützer der Ajatollah-Nomenklatur.

      Ist Ihnen das bei der Lektüre unsres Blogs schon aufgefallen?

  2. John Says:

    Aha: ca. 5/6 aller Nationen dieser Welt sind Unterstützer des Ayatollah Regimes, weil sie volle diplomatische Beziehungen mit dem Iran unterhalten. Nun reiht Ägypten sich da ein. Nur: erwartet Ägypten deshalb eine islamistische Zukunft? Sind 5/6 aller Nationen dieser Welt islamistisch, weil sie diplomatische Beziehungen zum Iran unterhalten?
    Mir ist bei der Lektüre dieses Blogs viel aufgefallen, so ein Unfug bislang nicht.
    Und dann noch eine Frage an den Experten: Ägyptens Muslimbruderschaft besteht aus sunnitischen Islamisten und unterhält enge Beziehungen zu Saudi Arabien, dem regionalen Todfeind des schiitischen Iran. Warum sollten sich die Muslimbrüder nun dem Iran in die Arme werfen, wo gerade in Syrien das mit dem Iran verbündete Assad-Regime einen Krieg gegen alle seine Gegner, darunter auch die Muslimbrüder führt?

    • Bernd Dahlenburg Says:

      John schrieb:

      Aha: ca. 5/6 aller Nationen dieser Welt sind Unterstützer des Ayatollah Regimes, weil sie volle diplomatische Beziehungen mit dem Iran unterhalten. Nun reiht Ägypten sich da ein. Nur: erwartet Ägypten deshalb eine islamistische Zukunft? Sind 5/6 aller Nationen dieser Welt islamistisch, weil sie diplomatische Beziehungen zum Iran unterhalten?
      Mir ist bei der Lektüre dieses Blogs viel aufgefallen, so ein Unfug bislang nicht.
      Und dann noch eine Frage an den Experten: Ägyptens Muslimbruderschaft besteht aus sunnitischen Islamisten und unterhält enge Beziehungen zu Saudi Arabien, dem regionalen Todfeind des schiitischen Iran. Warum sollten sich die Muslimbrüder nun dem Iran in die Arme werfen, wo gerade in Syrien das mit dem Iran verbündete Assad-Regime einen Krieg gegen alle seine Gegner, darunter auch die Muslimbrüder führt?

      =========
      Kurze Antwort muss reichen

      a) dass 5/6 aller Nationen dieser Welt Unterstützer des iranischen Regimes sind und diplomatische Beziehungen zu ihm unterhalten, ist für Sie ein Beleg für dessen Integrität?

      Geht’s noch dämlicher? Diese fünf Sechstel sind entweder keine Demokratie oder sympathisieren mit Terrorstaaten und stimmen regelmäßig gegen Israel bei Un-Resolutionen. Aha, Aha, Aha…um Ihr Eingangsstatement zu zitieren.

      b) Fünf Sechstel aller Nationen islamistisch? Wo habe ich das geschrieben? Lernen Sie erst einmal, Texte einigermaßen unfallfrei zu lesen

      c) Wenn Sie an unserem Blog etwas stört, warum meiden Sie ihn dann nicht? Laden Sie doch ihren Seim bei Ihren befreundeten antisemitischen Webseiten ab, statt sich hier unnötigerweise abzureagieren. Sie blamieren sich nur mit jedem Beitrag neu.

      d) Zur Iran-Syrien-Ägypten-Connection beweisen sie ihre komplette Unkenntnis, was die Lage vor Ort betrifft:

      Der religiöse Streit zwischen Sunniten und Schiiten wird immer dann zurückgedrängt, wenn es gegen Israel geht. Danach schlachtet man sich wieder gegenseitig ab. So weit reicht Ihr streng limitiertes Vorstellungsvermögen nicht.

      Zusatzinfo: http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2011_08_08_Terrorkonferenz_Kaior.php

      Ende der Durchsage. Langweilen sie mich/uns bitte nicht!

  3. John Says:

    „Der religiöse Streit zwischen Sunniten und Schiiten wird immer dann zurückgedrängt, wenn es gegen Israel geht.“

    Etwa 2006, als Israel gegen die Hizbollah Krieg führte und dabei mehr oder minder von Saudi Arabien, Jordanien und Ägypten unterstützt wurde.


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