Händedruck vor dem Dialog?

Nachdem die Bevölkerung von Benghazi ja durch Westerwelles Sanktionspolitik gerettet wurde, führt er die erfolgreiche deutsche Außenpolitik auch im Falle des Iran nun fort. Deshalb fordert er  „Druck und Dialog“ statt militärischer Option. Und da er ja kategorisch jede militärische Option ausschließt, meint er mit Druck wohl Händedruck vor dem Dialog:

Nach der ersten Lektüre des Berichts der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zum iranischen Nuklearprogramm ließ Außenminister Guido Westerwelle (FDP) keinen Zweifel daran, dass er den Inhalt des Papiers für sehr glaubwürdig und plausibel hält. „Iran setzt seine Anreicherungstätigkeit ungeachtet aller internationalen Forderungen offenbar mit Nachdruck fort“, sagte Westerwelle.

Zu einer Änderung der deutschen Strategie gegenüber dem Mullah-Regime sieht Westerwelle dennoch keinen Anlass. Getreu seinem Dogma einer „Kultur der militärischen Zurückhaltung“ setzt der Außenminister auch im Angesicht der fortschreitenden Bemühungen Teherans um den Bau der Atombombe auf politischen Druck und Dialog. Die von Israel ins Spiel gebrachte Variante eines Militärschlags wollte er nicht einmal als Möglichkeit zum Aufbau einer Drohkulisse erwägen: „Eine Diskussion über militärische Optionen lehnen wir ab.“

Siehe auch: Westerwelle hätte besser geschwiegen

Veröffentlicht in News. 1 Comment »

Eine Antwort to “Händedruck vor dem Dialog?”

  1. Andreas Moser Says:

    Die deutsche Aussenpolitik begeht die gleichen Fehler wie einstmals in Libyen: http://andreasmoser.wordpress.com/2011/03/18/deutsche-aussenpolitik-schafft-sich-ab/ – Nur daß es diesmal vielleicht um noch mehr geht. Enttäuschend und traurig.


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