Die deutsche Iran-Connection

Von Matthias Küntzel

Während Iran auf deutsche und europäische Hilfe angewiesen ist, tendiert die Abhängigkeit der deutschen Industrie gegen null: Für die Gesamtmenge deutscher Exporte liegt das Iransegment bei circa 0,5 Prozent und nahm 2010 die 43. Stelle der Exportländer ein. Diese Relation setzt sich auf europäischer Ebene fort: So stammten 2010 fast ein Viertel aller iranischen Einfuhren aus der EU, aber nur ein Prozent aller europäischer Einfuhren aus Iran.

Bisher stand die Berliner Iranpolitik unter dem Motto: So wenig Sanktionen wie möglich, um deutsche Industrieinteressen zu schützen; so viel Sanktionen wie nötig, um negative Schlagzeilen zu vermeiden. Es war ein Leichtes, für „Geschlossenheit“ zu werben und sich hinter den Bremsern aus Moskau und Peking zu verstecken.

Jetzt sind diese Zeiten vorbei. Jetzt geht es um eine Weichenstellung, die das vorherrschende Paradigma der deutsch-iranischen Beziehungen berührt. Wird die Bundesregierung jenes 0,5 Prozent-Segment der deutschen Exportwirtschaft für relevanter erachten, als die Solidarität mit dem Westen und das besondere Verhältnis gegenüber Israel? Oder wird sie die besondere deutsche Beziehung zu Iran in die Waagschale werfen, um dessen Atombewaffnung zu verhindern?

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