Was auch noch gesagt werden muss

Günter Grass, seiner Ehre stets treugeblieben, hat sich mit seiner neuesten, als »Gedicht« betitelten Suada gegen die Juden und ihren Staat anscheinend verrechnet: Wenn selbst ein Ruprecht Polenz, dem nun wahrlich nicht nachgesagt werden kann, es mit Israel zu halten, auf Distanz geht, dann muss wohl irgendetwas schiefgelaufen sein. Liegt’s an der auf Grundschulniveau gehaltenen äußeren Form der Hetzschrift? Oder am zu altbacken daherkommenden Antisemitismus eines SS-Veteranen, der sein in Jugendjahren Erlerntes nie ins moderne Gewand zu kleiden lernte?
Der weithin geäußerten Entrüstung über Grass treten nur noch die hartgesottensten Antisemiten entgegen; also die Redakteure und Leser der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen Zeitung, der Antiimp Wolfgang Gehrke, Neonazis sowie natürlich die von ihm verteidigten Herrscher Teherans.
Auch wenn es nicht direkt einsam um Grass aussieht, geht Volksgemeinschaft doch irgendwie anders.

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