Ausschau nach Bündnispartnern

Was Iyad Jamal Al-Din (Irakischer Parlamentarier) hier in einem Video vom 9. Januar vom Stapel lässt, ist relativ leicht zu durchschauen: Er favorisiert (unausgesprochen) Mussawi und diverse Oppositionsgruppen – aber nicht um Demokratie zu etablieren, sondern um Gefahr vom Irak abzuwenden. Aus seiner Sicht verständlich – hilft aber den demokratischen Gegnern des Teheraner Regimes überhaupt nicht.

Zum Ansehen des Videos bitte hier oder auf die Abbildung klicken. Zum Transkript bitte hier.

Iraqi MP Iyad Jamal Al-Din: Iraq Should Use Mujahideed-e Khalq and Iranian Opposition Groups against Iran

Quelle: MEMRI

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Mussawis Eiertanz…

Manchmal findet man auch beim Zurückblättern hervorragende Kommentare – so wie diesen von Mina Saadadi (Dank an N.A.). Memo für Amirpur & Co:  Den Text bitte genau durchlesen!

Mousavi’s one step forward, two steps back

Mousavi’s one step forward, two steps back Mina Saadadi, January 10, 2010

Editorial – With his new statement Mousavi is taking two steps back. If Mousavi’s (new) preoccupation is how to join the ranks of the ruling government, then like his Afghan counterpart Abdullah Abdullah he will have to swallow his objections to the fraudulent way it came to power, and wait a few years until the next “election” comes around.

In the first days of the year Mousavi released a statement, described as a working plan to end Iran’s current deep political crisis. He makes no mention however of the demands of Iranian women, nor does he offer any tangible way of improving the lives of millions of destitute Iranians.

Den Rest des Beitrags lesen »

Weitere Analysen von Moussawis Statement

Bei The National gibt es eine Sammlung von Analysen von Mussawis Erklärung vom 1. Januar:

A proposal by the leader of Iran’s opposition movement has provoked mixed reactions including division among conservatives. Is Mousavi’s implicit recognition of the Ahmadinejad government simply a sign of realism or a move towards reconciliation? [Weiterlesen…]

Michael Ledeen, der wahrlich nicht dafür bekannt ist, Sympathien für das Regime zu hegen, scheint Mussawis Singsang unterdessen verfallen zu sein:

In short, it’s a call–carefully couched in apparently gentle words (which has misled some to characterize it as an abandonment of real regime change)–for the mullahs to abandon their claim of Divine Right, end the state of siege, and submit to the verdict of the people.  It’s a call for the end of the Islamic Republic.

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Guten Morgen, OZ!

Bei der Neue Osnabrücker Zeitung ist man noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Warum sonst wartet man auf Santa Claus in Gestalt der von mir unten fett markierten Personen? Von einer Gewaltspirale ist auch die Rede. Gewaltspirale? Wer übt im Iran seit 1979 linear (!) Gewalt aus? Völlig bizarr auch die Erwartung, Ahmadinedjad könnte eventuell zur Vernunft kommen.

Neue OZ: Kommentar zu Iran

Osnabrück (ots) – Brutaler Stillstand

[…] Scharfe Konturen haben dagegen die Verhältnisse im Land. Die Spirale der Gewalt schraubt sich immer schneller durch Teheran. Die Regierung unterdrückt jede abweichende Meinung, verharmlost die Wahlfälschung, lässt Stimmen des Ausgleichs wie die von Mussawi, Karrubi oder Chatami nicht zu Wort kommen. Die Wut der Grünen Bewegung mündet in Krawallen. Sie will gehört werden – zu Recht.

Will Ahmadinedschad politisch überleben, was ihm nicht zu wünschen ist, muss er Protest zulassen, der Garde die Schießwütigkeit verbieten und die Opposition respektieren. Die Position des brutalen Stillstandes könnte eines Tages womöglich als Grundstein einer zweiten iranischen Revolution gelten.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207

© 2009 news aktuell

Quelle: FinanzNachrichten.de

Mousavi vs. Basij: The First Confrontation

Michael Ledeen, der letzte Satz sagt alles:

Mousavi had been forced to spend the night at his  offices at the Fine Arts Center, surrounded by Basij hooligans, and mid-morning, contrary to the pleas of his security detail, he went out and got into his car.  Basij on motorcycles surrounded the car as it tried to move.  Some of them beat the vehicle with clubs and shouted at him.  So he got out of the car and confronted them, as a crowd of his supporters gathered.

“I know you have your orders,” he said. “You have been told to beat me or shoot me.  Do not delay.  Here I am.  Do it now.”

The Basiji hesitated, then left.  Mousavi continued on home to join his wife.  The news is now all over the country, on VOA and the BBC.

Meanwhile, there is intense fighting at university campuses in Tehran.  Reports of tear gas and gun shots.

Silence from the White House as the future of the world revolves around the Iranian cauldron.

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„Es geht nicht mehr um den Wahlbetrug“

Die Grüne Bewegung bewegt sich viel weiter als Mussawi… Wir können vieles nicht mehr dulden oder aushalten….

Shadi Sadr, die iranische Rechtsanwältin und Aktivistin im Gespräch mit PANORAMA-Autor Stefan Buchen…  

„Shadi Sadr ist eine bekannte iranische Rechtsanwältin, die wie Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi der Vereinigung der Anwälte zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran gehört. Am 17. Juli wollte sie an einer Demonstration gegen die Wiederwahl von Präsident Ahmadinejad teilnehmen und wurde auf dem Weg dorthin von drei Männern in zivil festgenommen, verhört und in den berüchtigten Trakt 209 des Ewin-Gefängnisses verschleppt, der für politische Gefangene vorgesehen ist.

Dort war sie 11 Tage inhaftiert. Gleichzeitig wurde eine Anklageschrift gegen sie vorbereitet. Sie glaubte, dass sie nicht dauerhaft auf freiem Fuß bleiben würde und setzte sich vor einigen Wochen nach Deutschland ab. In ihrem ersten Interview nach der Flucht schildert sie PANORAMA-Autor Stefan Buchen ihre Festnahme und Haft. Sie analysiert die gegen sie erhobenen Vorwürfe und die politische Situation im Iran vier Monate nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen.

Quelle…

Bureau Chief „ARD German Television“ Peter Mezger antwortet!

Antwortet auf den „Offenen Brief

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Kritik an meiner Berichterstattung kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Denn es ist in der Tat so, dass auch die Oppositionsführer Mussawi und Karrubi nach wie vor für Palästina und gegen Israel, bzw. gegen das Vorgehen Israels in den besetzten Gebieten sind. Das habe ich dokumentiert.

Nieder mit Israel, das wurde am 18. Sept. auch von Demonstranten der Opposition gerufen, ich habe es selbst gehört. Der neue Aspekt: Nicht Gaza und Libanon usw., dies ist später von mir ebenfalls thematisiert worden. Genauso wie die negativen Slogans gegenüber Russland und China.

Dass Sie in Ihrem Brief Herrn Ahmadinedschad als „strategischen Partner“ für Deutsche sehen, daß war mir bislang nur aus der Neonaziszene bekannt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Mezger

Bureau Chief ARD German Television, 25.9.2009