Nachrichten aus dem inneren Betrieb II

Ach, es knackt und knirscht im Gebälk des iranischen Establishments….

Ein frischer Glanzpunkt, führwahr, aus dem hohen politischen Leben der „Islamischen Republik Iran“ –  ehrlich überbracht von einem Staatspropagandasender. Eigentlich genügt ja, um über die „Islamische Republik Iran“ Bescheid zu wissen, die Kenntnis des Umstandes, daß sich die Repräsentanten dieser „Republik“ sowieso alle gegenseitig hassen.

The Iranian Intelligence Ministry has opposed the appointment of Mohammad Sharif Malekzadeh as the country’s new deputy foreign minister.

In a letter sent to Foreign Minister Ali Akbar Salehi on Monday, Iran’s Intelligence Ministry voiced displeasure over the move and called on Salehi to swiftly dismiss Malekzadeh, who has a criminal record, Fars News Agency reported.

During a meeting between members of Iran’s Parliament (Majlis) National Security and Foreign Policy Commission and the Iranian foreign minister on Sunday, Salehi was informed of the reason for the opposition of lawmakers to Malekzadeh appointment of and their plan for his impeachment.

“Apparently Salehi was not aware of this individual’s criminal record and his infringements,” Iranian lawmaker Zohreh Elahian said.

“In this meeting Salehi said the presence of a person with criminal records in the diplomatic apparatus is not in the interest of the country… therefore he will dismiss Malekzadeh if his infringements of the law are proven,” she added.

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Press TV und das Märchen vom israelischen Tränengas für ägyptische Polizisten

Press TV, die vom iranischen Regime finanzierte Propagandamaschine, hat längst aufgehört, ein irgendwie glaubwürdiges Medienunternehmen zu sein. Ein Beispiel dafür ist ihre neue Geschichte zur ägyptischen Krise:

Berichten zufolge hat Israel jede Menge Waffen zur Auflösung von Menschenansammlungen an das ägyptische Regime geliefert, um die massiven Proteste gegen Präsident Hosni Mubaraks 30 Jahre autoritärer Herrschaft zu ersticken

Das ’International Network for Rights and Development’ sagte, dass am Samstag drei israelische Flugzeuge auf dem Kairoer Mina International Airport gelandet sind und Ausrüstung zur Auflösung und Zerschlagung von großen Menschenansammlungen an Bord hatten, berichtete ein Korrespondent von Press TV.
Dem Bericht zufolge erhielten ägyptische Sicherheitskräfte die Ladung der drei israelischen Flugzeuge, die offensichtlich aus einer Menge international geächteten Gases zur Auflösung von Menschenansammlungen geladen hatte.

Abgesehen von meiner natürlichen Skepsis gegenüber dieser Anschuldigung soweiso sollte jede Geschichte, die mit der Phrase „Berichten zufolge“ eingeleitet wird, aus journalistischer Perspektive gesehen die Alarmglocken schrillen lassen.

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Propagandakompanie im Handgemenge

Alle Menschen im Libanon – bis auf ein paar zionistische Agenten – freut die Machtübernahme der Hizbollah. Alle Menschen im Libanon – bis auf ein paar zionistische Agenten –  lieben die Islamische Republik Iran. Alle Menschen im Libanon – bis auf ein paar… Tonstörung…

A team of reporters from Press TV satellite news network have come under attack by an angry mob of caretaker Prime Minister Saad Hariri’s supporters.
The journalists‘ convoy was assaulted on Tuesday as the team was relaying a report to the channel’s office in Tehran.
Press TV correspondent Mariam Saleh who was reporting the riots by Hariri supporters in Beirut sustained injuries in the attack.
The clash came to an end after the Lebanese army intervened.

via Press TV

Lula, Lula, Luftballon, bzw. Arbeiterverräter

( Genossen! Das ist nicht Lula da Silva in seinen jungen Tagen, das ist Mansour Osanloo, ein im Iran verknasteter Gewerkschaftsführer!)

Und Lula? Er kam aus der Gewerkschaftsbewegung, er wurde südamerikanischer Präsident.  Gegen Ende seiner Amtszeit wollte er noch schnell Weltpolitik machen. Die weggesperrten iranischen Gewerkschaftgenossen haben ihn da allerdings nicht mehr interessiert; Lula wollte mehr. Lula wollte Lulaweltfrieden machen. Nur schade, daß sich Lulas Atominitiative Pro „Islamische Republik Iran“ zusammen mit Herrn Erdokan aus der Türkei als  Fehlzünder erwiesen hat. Herr Lula hat seine Ideale also ganz umsonst verraten. Wir verstehen deshalb, daß Herr Lula nun bei seinem Amtsabschied etwas verbittert ist.  Herr Lula trauert wohl auch seinem verpaßten Friedensnobelpreis hinterher.  Ein Vorschlag: Jetzt, wo er viel Freizeit hat, könnte sich Herr Lula doch um inhaftierte Gewerkschaftler in Teheran kümmern? So Friedens-UN-mäßig. Er könnte doch zum Beispiel mal nachsehen, ob Mansour Osanloo noch auf zwei Beinen gehen kann?

Aber Schade, Lula hat für so etwas wohl keine Zeit: Den Rest des Beitrags lesen »

Bewegung ohne Volk

Scott Lucas von enduring america über Ashura und die Tatsache, daß die „Islamische Republik“ keine begeisterten Massen mehr auf die Straße bringt.

In more than 18 months of covering the post-election crisis in Iran, it may have been the strangest experience.

It was just after 9 a.m. in Iran when I set up the computer, turned on Iran’s Press TV, opened up the websites of Iran’s state media, and prepared to write about the „millions“ who would turn out in mourning for Imam Hossein, the third Imam of Shi’a who had been killed in 680 AD by the evil Caliph Yazid.

I knew there would be „millions“ because ranian press and broadcasters had told me there would be millions. Den Rest des Beitrags lesen »

Pervers

Nein, die Nachricht über eine Freilassung Sakineh Mohammadi Ashtianis klang auch einfach zu schön, um wahr zu sein. Kann sich bösartiger Wahn plötzlich gutartig zeigen? Es ist wie mit einem tollwütigen Hund, der plötzlich vertraulich näher kommt.

Sie haben also wieder ein Spiel gespielt. Und, nein, sie sind für nichts zu pervers. Die „Justiz“ der „Islamischen Republik Iran“ inszeniert mit Hilfe ihres Propagandasenders Press TV den „Fall“ Sakineh Mohammadi Ashtiani als eine Art Doku-soap mit Originaldarstellern.

Contrary to a vast publicity campaign by Western media that confessed murderer Sakineh Mohammadi Ashtiani has been released, a team of broadcast production team with the Iran-based Press TV has arranged with Iran’s judicial authorities to follow Ashtiani to her house to produce a visual recount of the crime at the murder scene.

Press TV’s „Iran Today“ program, will shed light on the highways and byways of the murder account with multiple interviews with people and individuals involved in the case.

Sajjad Asgharzadeh, Sakineh’s son, and her lwayer Hootan Kian are among the individuals that have spoken to the production team.

Earlier on Thursday, some western media outlets claimed that Ashtiani has been released from prison.

Wer sich schon immer einmal daran delektieren wollte, wie zu Tode geängstigte Menschen professionell und medial auf der Höhe der Zeit gedemütigt werden, hier die Sendedaten: Den Rest des Beitrags lesen »

Kommentar: Iran-Politik: Evangelische Volkskirche im sanften Sinkflug Richtung Minarettspitze

Gratia Hubertis!

Eigentlich hätte ich die Headline so gestalten sollen:

Evangelische und katholische (Volks-) Kirche im sanften Sinkflug Richtung Minarettspitze. Das wäre vielleicht gerechter gewesen.

Aber dann hätte ich mich verzettelt und wäre beim II. Vatikanischen Konzil gelandet, als die katholische Kirche höchstpersönlich über ihre Nostre Aetate-Erklärung [1] Allah den Eintritt ins kanonisch-monotheistische Gottesverständnis gestattete, was beim Nicaenum undenkbar gewesen wäre, auch wenn Mohammed damals noch nicht auf der Bildfläche erschienen war.

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