Gebt dem Iran die Bombe!

Sollte es dem Iran am Ende doch gelingen die Bombe zu bauen, weil niemand ihn ernsthaft daran gehindert hat, nun dann wäre das natürlich nicht etwa ein Totalversagen westlicher Politik unter Führung von Friedensnobelpreisträger Obama, nein, das ganze diente dann in Wirklichkeit nur der Stabilsierung des Nahen Osten.

Kenneth Waltz beginnt schon mal die anstehende Kapitulation in einen strategischen Sieg umzulügen:

Israels nukleares Monopol (…) hat lange für Instabilität gesorgt. In keiner anderen Region der Welt existiert ein so unkontrollierter Staat. Es ist Israels nukleares Arsenal, nicht Irans Wunsch nach einem solchen, das zu der jetzigen Krise beigetragen hat. Macht muss schließlich ausbalanciert werden. (…) Obwohl die gegenteilige Überzeugung weit verbreitet ist, wird iranische Politik nicht von ,verrückten Mullahs’ gemacht, sondern von mental völlig gesunden Ayatollahs, die genauso überleben wollen wie alle anderen Machthaber auch.“

Und der Tagesspiegel druckt sowas als Debattenbeitrag ab. Man wird’s im Aussenamt, dem Kanzleramt und in anderen betroffenen Institutionen begierig lesen und schon mal vorsichtig mit den Kopf nicken. Denn es ist ja ein Ami, der sowas sagt.

Und wissen wir’s nicht alle:  Es sind doch die Juden und ihr unkontrollierbarer Staat, die den Weltfrieden bedrohen, nicht ein paar ganz mental gesunde Ayatollahs in Teheran, die dankenswerterweise für uns den Job erledigen, den Israelis zu zeigen, wo der Hammer hängt. Wenn man ihnen nur den Rücken dafür freihält. Denn mental gesund, das ist wenn man der Welt erklärt, dass hinter dem globalen Drogenhandel einzig die Juden stecken.

 

Veröffentlicht in Hintergrund. 1 Comment »

Eine Antwort to “Gebt dem Iran die Bombe!”

  1. Stefan Wehmeier Says:

    „Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.“

    (Profile der Zukunft – Über die Grenzen des Möglichen)

    Insbesondere bei Politikern und studierten Volkswirtschaftlern herrscht heute eine totale Verwirrung bezüglich der so genannten Finanzkrise. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn das obige Zitat aus dem Standardwerk der Futuristik bezieht sich nicht auf die ferne Zukunft. Allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine vollkommene Synthese aus Natur und Kultur ohne Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung sowie der selbstverständliche Weltfrieden wären in rein technischer Hinsicht sogar schon vor der Geburt von Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008) zu verwirklichen gewesen! Was bis heute als „hohe Politik“ bezeichnet wird, wäre längst überflüssig.

    Dass eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“, die echte Soziale Marktwirtschaft (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), die „ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht“ (Zitat: Silvio Gesell), bis heute nicht verstehen konnte und „Spitzenpolitiker“ wie „Wirtschaftsexperten“ sich noch immer mit „theologischen Debatten des Mittelalters“ beschäftigen, beruht auf einer uralten Programmierung des kollektiv Unbewussten, die seit den ersten Anfängen der Geldwirtschaft erforderlich war, um den Kulturmenschen an ein darum bis heute fehlerhaftes Geld (Zinsgeld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion) anzupassen, solange das Wissen noch nicht zur Verfügung stand, um das Geld an den Menschen anzupassen. Heute steht dieses Wissen zur Verfügung, aber die halbwegs zivilisierte Menschheit ist noch immer religiös. Der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion, den Erkenntnisprozess der Auferstehung, voraus!

    Von der Überwindung der Religion zur echten Sozialen Marktwirtschaft
    http://www.krisentalk.de/krise/ueberwindung-religion-echten-sozialen-marktwirtschaft/183001

    Wer das nicht versteht oder gar nicht erst verstehen will, ist für den Krieg.


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